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VVO schreibt Dieselnetz aus

04.02.20 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Seit dem 23. Januar können interessierte Bahnunternehmen die Ausschreibungsunterlagen für das Dieselnetz im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) abrufen und sich bewerben. Das Netz umfasst die vier Bahnstrecken von Dresden nach Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie von Pirna nach Sebnitz. Das jährliche Volumen der Verkehrsleistungen liegt bei mindestens 1,8 Millionen Zugkilometern.

Nach der Insolvenz der Städtebahn Sachsen und einer Notvergabe wird das Netz derzeit von der Transdev-Gruppe unter dem Markennamen Mitteldeutsche Regiobahn betrieben. „Das Vergaberecht erlaubt bei einer Notvergabe lediglich einen kurzen Vertragszeitraum“, erläutert Burkhard Ehlen, VVO-Geschäftsführer. „Daher sieht der Zeitplan nun vor, dass wir zur Verbandsversammlung im Sommer eine Entscheidung treffen und der Gewinner der Ausschreibung dann 18 Monate Zeit zur Vorbereitung hat.“

Im Zuge der Vergabe wird zudem Klarheit zu den möglichen Optionen des Verkehrsvertrages geschaffen. Zum einen sieht der neue Verkehrsvertrag eine Taktverdichtung nach Kamenz vor, zum anderen eine Verbesserung des Angebotes nach Ottendorf-Okrilla. „Beide Optionen sind davon abhängig, ob wir sie finanzieren können“, betont Burkhard Ehlen. „Wir hoffen daher auf attraktive Angebote der Unternehmen.“ Die Optionen haben zusammen ein Volumen von einer halben Million Zugkilometern jährlich.

Vor dem Hintergrund des geplanten Anstiegs der Regionalisierungsmittel und der zusätzlichen Gelder für die Lausitz im Zuge des Kohleausstiegs sieht der VVO Chancen, die Verbesserungen umzusetzen, die mit den derzeitigen Finanzmitteln nicht finanzierbar sind. Mit der Ausschreibung des Verkehrs mit Dieseltriebwagen setzt der Verbund noch einmal auf klassische Antriebstechnik. „Während der Laufzeit des Vertrages werden wir eine Entscheidung über die zukünftige Antriebstechnologie treffen“, so Burkhard Ehlen.

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