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Personalakquise in Bonn

05.02.20 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

45 potenzielle Bewerber sind der Einladung der Stadtwerke Bonn zum Schnuppertag auf dem SWB-Betriebshof Friesdorf gefolgt. Zum vierten Mal hat das Unternehmen damit am Fahrdienst Interessierten die Chance geboten, einen detaillierten Einblick in den Arbeitsalltag von Bus- und Bahnfahrern zu ermöglichen – und einen der 300-PS-Linienbusse auch einmal selbst zu steuern.

Mit dem Schnuppertag geht SWB Bus und Bahn den Mangel an Bus- und Bahnfahrern kreativ und erfolgreich an. „Wir müssen uns um Mitarbeiter bewerben, uns als Unternehmen vorstellen, greifbar machen, was den Beruf ausmacht. Wir versprechen uns auch von diesem vierten Schnuppertag wieder, sehr gute Bewerber zu finden, und freuen uns auf neue Kollegen“, erklärt Frank Fritzsche, Fachbereichsleiter und stellvertretender Betriebsleiter bei SWB Bus und Bahn.

Das Nahverkehrsunternehmen konnte durch die drei vorangegangenen Schnuppertage viele neue Fahrer für die vierzig Bus- und 9 Bahnlinien in Bonn gewinnen. Fritzsche erläuterte seinen Zuhörern die Vorzüge des Arbeitgebers SWB Bus und Bahn. So punktet das Unternehmen damit, dass es seine Mitarbeiter von der Wohnungssuche bis zur Altersvorsorge unterstützt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet – und vor allem Arbeitsstellen mit Perspektive zu vergeben hat, bei der Mitarbeiter gefördert wie gefordert werden.

Fritzsche erklärte auch Bewerbungsbedingungen wie ein tadelloses polizeiliches Führungszeugnis und den Job betreffende Details wie Wechselschichtdienst, zu 80 Prozent erfüllbare Wunschdienstpläne, Grundgehalt von 2.495,41 Euro plus Sonderzahlungen und 30 Tage Urlaub. Stefan Baumgarten, Leiter des SWB-Ausbildungszentrums, übernahm, als es darum ging, die Ausbildungswege – ob für Neueinsteiger, Umsteiger oder bereits qualifizierte Fahrer – darzustellen.

Die Vorträge von Fritzsche und Baumgarten sowie der Auszubildenden Alina Klotzbücher, die von ihrer Motivation Busfahrerin zu werden und aus ihrem Arbeitsalltag berichtete, waren so detailliert, dass die Bewerber nur wenige Nachfragen stellten. Die SWB hoffen, durch kreative Aktionen dieser Art einen Teil ihres hohen Personalbedarfes in den kommenden Jahren decken zu können.

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