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RSVG: 66 neue Hybridbusse

31.01.20 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

39 Gelenkbusse vom Typ MAN Lion´s City C18 sowie 27 Solobusse vom Typ Lion`s City C12 stellt die RSVG 2020 in den Dienst. Derzeit werden insgesamt 36 Hybridfahrzeuge von MAN an die RSVG ausgeliefert. Mit Beginn des zweiten Halbjahres folgen weitere 30 Fahrzeuge. Mit der Beschaffung der Hybridbusse wird mehr als ein Drittel der RSVG-Flotte mit umweltschonenden Hybridfahrzeugen – die der strengen Euro 6d-TEMP Abgasnorm entsprechen – erneuert und durch den Ersatz von Altfahrzeugen mit Euro III / IV und V der Schadstoffausstoß erheblich reduziert.

Die Solobusse verfügen über eine Motorenleistung von 206 kW, über 26 Sitzplätze im RSVG-Design, 71 Stehplätze und zwei Rollstuhlplätze. Die Gelenkbusse werden von einem 243 kW starken Motor angetrieben, bieten vierzig Sitz- sowie hundert Stehplätze und verfügen über einen großzügigen Rollstuhlplatz im vorderen Bereich sowie einen Kinderwagenplatz im hinteren Bereich des Busses. Zudem präsentieren sich die Busse in einem auffällig gestalteten Design, das durch genussvoll einatmende Menschen die Vorzüge des Hybridbusses symbolisiert.

Hybridbusse sparen durch das intelligente Energiemanagement nicht nur CO2 ein, sie sind auch geräuschärmer und benötigen weniger fossile Brennstoffe. Des Weiteren sind alle Fahrzeuge vollklimatisiert und mit USB-Ladeports für die mobilen Endgeräte der Fahrgäste ausgestattet. Der RSVG-Aufsichtsratsvorsitzende, Marcus Kitz, zeigt sich erfreut über das ansprechende Design sowie den Komfort in den Bussen. Die Beschaffung der 66 neuen Hybridbusse ist mit rund 19 Millionen Euro die bislang größte Investition seit der Gründung der RSVG.

Dass Politik und Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises die Erneuerung der Busflotte uneingeschränkt unterstützen zeigt, welch hohen Stellenwert dem ÖPNV seitens der Entscheidungsträger zugemessen wird. Geschäftsführer Michael Reinhardt informiert darüber, dass die Busse mit dem Hybridantrieb besonders umweltschonend unterwegs sind. Jeder Bremsvorgang wird in elektrische Energie umgewandelt und gespeichert, sodass der Dieselmotor weniger Energie für den Antrieb bereitstellen muss.

Start-Stopp-Automatik und ein wegen geklebter Karosserieteile geringeres Gesamtgewicht sorgen dafür, dass der Kraftstoffverbrauch und damit der CO2-Ausstoß deutlich geringer als bei einem konventionellen Dieselantrieb ausfällt. Mit Blick auf den Feinstaub weisen Partikelanzahl und Partikelmasse in der Abluft der Fahrzeuge geringere Konzentrationen als in der städtischen Umgebungsluft auf.

Geschäftsführer Volker Otto betont, dass die Solobusse erstmals mit drei und die Gelenkbusse mit vier Türen ausgestattet sind. Durch die jeweils zusätzliche Tür kann der Ein- und Ausstieg beschleunigt und die Einhaltung der Fahrplanzeiten verbessert werden. Mit der weiteren Tür kann der Platz im Bus besser als bisher ausgenutzt werden. Bislang bleiben viele Fahrgäste vorzugsweise im vorderen Teil des Busses stehen, um beim Ausstieg schnell zur Tür zu gelangen.

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