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München: Ringlinien sind erfolgreich

21.06.19 (München) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Cityring in München kommt an: Die im Juni 2018 eingeführten Buslinien 58 (Ring im Uhrzeigersinn) und 68 (gegen den Uhrzeigersinn) verzeichnen kontinuierlich steigende Fahrgastzahlen. Die Nachfrage erreichte bereits Ende 2018 die internen Fahrgastprognosen. Mit inzwischen rund 35.000 Fahrgästen pro Tag (Schule) hat sich der Cityring im ersten Betriebsjahr zu einer der stärksten Buslinien im Münchner ÖPNV entwickelt.

Auf dem Linienweg rund um das Stadtzentrum befördert die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) heute rund zehn Prozent mehr Fahrgäste als vor der Einführung der Ringlinie. Im Betriebszweig Bus waren im Jahr 2018 insgesamt 4,4 Prozent mehr Fahrgäste unterwegs als 2017 (214 statt 205 Millionen). Der Cityring ist attraktiv, weil er neue Direktverbindungen schafft und auf mehreren Streckenabschnitten im Zusammenspiel mit den dort parallel verkehrenden Linien einen dichteren Bustakt herstellt.

Zwei Beispiele: Zwischen Ostbahnhof und Giselastraße sowie zwischen Universität und Hauptbahnhof verzeichnet die MVG teilweise doppelt so viele Fahrgäste wie vor einem Jahr. Hier zieht der Cityring neue Nutzer an, während auf den parallel fahrenden Buslinien (54/154 bzw. 100) kein signifikanter Rückgang festzustellen ist.

Im Abschnitt Silberhornstraße – Ostbahnhof hat sich die Fahrgastzahl gegenüber der Vorgänger-Linie 148 mehr als verdoppelt, obwohl die Fahrtenzahl und der Taktabstand kaum verändert wurden. Ursache für den Nachfrageboom in diesem Bereich ist vor allem auch der Komfortgewinn: Fahrgäste müssen dank Ringlinie nicht mehr umsteigen, um über den Ostbahnhof und die Silberhornstraße hinaus zu fahren.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigt sich zufrieden: „Die Landeshauptstadt treibt den ÖPNV-Ausbau entschieden voran. Dafür steht auch unsere ÖPNV-Offensive bei Tram und U-Bahn. Ein starkes Bus-Angebot ist genauso wichtig. Wie das erfolgreich funktioniert, zeigt der Cityring. Mit weiteren Buslinien und eigenen Busspuren werden wir den ÖPNV so attraktiv machen, dass noch mehr Autofahrer umsteigen.“

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