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Allianz pro Schiene will Lärmreduktion

02.05.19 (Güterverkehr, Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Allianz pro Schiene fordert weitere Anstrengungen im Bereich der Lärmreduktion. „Anwohner macht vor allem der Lärm durch den Schienengüterverkehr zu schaffen. Daher ist das Jahr 2020 mit dem Verbot alter, lauter Güterwagen ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer leiseren Bahn und zu einer höheren Akzeptanz der Schiene“, so Ulrike Hunscha von dieser Allianz pro Schiene.

Hunscha leitet für den Lobbyverband das vom Umweltbundesamt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Projekt „Forum leise Bahnen“, das vom Lärm betroffene Bürger mit Vertretern der Schienenbranche an einen Tisch bringt. Die größte Lärmbelästigung geht in von der Straße aus, wie eine Statistik des Umweltbundesamtes zeigt. Demnach fühlen sich 76 Prozent der Deutschen durch Straßenlärm gestört oder belästigt. 44 Prozent sagen dies von Flugverkehrslärm, aber immerhin noch 38 Prozent von Schienenverkehrslärm.

„Damit können wir uns nicht zufriedengeben“, so Hunscha. „Die Verkehrswende braucht Verlagerung auf die Schiene und den Ausbau der Schieneninfrastruktur. Dies kann nur mit der Bevölkerung gelingen.“ Eine zentrale Voraussetzung dafür ist laut Allianz pro Schiene die weitere Lärmreduzierung des Schienenverkehrs. In diesem Zusammenhang begrüßte Hunscha die Ankündigung, ein Lärm-Monitoring mit 19 Messtationen an stark befahrenden Bahnstrecken zu starten.

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