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NVR setzt Profitester im Zug ein

18.03.19 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR) hat den Einsatz von Profitestern in den Zügen angekündigt, um künftig zeitnah auf Probleme reagieren zu können. Bislang basiert das Controlling auf den von den Betreibern eingereichten Liefernachweisen. Diese dokumentieren die Nichtleistungen auf den einzelnen Linien und sind auch Basis für die Pönalisierungen. Dass die Verkehrsunternehmen korrekt über Zugausfälle informieren, wird durch die Androhung hoher Pönale für den Fall falscher Liefernachweise sichergestellt.

Zudem nutzt der NVR das hauseigene Qualitätscontrolling, bei dem Mitarbeiter festgestellte Mängel melden, sowie Beschwerden. Die Arbeit mit Qualitätsscouts, in der SPNV-Branche auch Profitester genannt, würde aber immer bedeutsamer, so NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober: „Der Einsatz eines funktionierenden Scout-Systems ermöglicht ein unabhängigeres und schnelleres Erfassen von Qualitätsproblemen. Zudem können wir auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen flexibler reagieren.“

Die Aufgaben der Profitester sind sehr vielfältig. Im NVR-Gebiet könnten sie punktuell Pünktlichkeit, Kapazität, Ausfall und den Zustand technischer Elemente in den Regionalexpress- und Regionalbahnlinien sowie bei den S-Bahnen kontrollieren. Hinzu kommen die Überprüfung von Fahrplaninformationen im Regel- und Störfall, des Fahrzeugzustands und der Sauberkeit sowie die Erfassung von Vandalismusschäden.

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