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NVR startet RB25-Machbarkeitsstudie

02.11.18 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Ab sofort wird an der Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung und Optimierung der RB 25, der Oberbergischen Bahn, zwischen Gummersbach und Köln Messe/Deutz gearbeitet. Bei einer Startveranstaltung beim Nahverkehr Rheinland (NVR) stellte das mit der Durchführung der Machbarkeitsstudie beauftragte Ingenieurbüro Spiekermann GmbH den Mitgliedern des Bündnissses den Ablauf der Studie vor.

In der Machbarkeitsstudie werden nun zunächst die betriebliche und die technische Machbarkeit untersucht. Dabei werden beispielsweise die ermittelten Maßnahmen auf ihre Umsetzbarkeit überprüft sowie die verkehrlichen Wirkungen untersucht. Abschließend findet eine vereinfachte standardisierte Bewertung statt, bei welcher der Nutzen-Kosten-Faktor errechnet wird. Dieser Faktor muss bei mindestens 1,0 liegen, damit Fördermittel fließen können.

Die Studie wird neun bis zwölf Monate dauern, so dass mit Ergebnissen im Herbst 2019 zu rechnen ist. NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober ist froh, dass die Untersuchung nun gestartet ist: „Wir erwarten die Ergebnisse der Studie mit Spannung, da wir wissen wollen, welche Möglichkeiten bestehen, um die Strecke für einen S-Bahn-Verkehr auszubauen. Beim Ausbau müssen wir jetzt richtig Gas geben. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten an und auf der Strecke werden wir uns neben der Elektrifizierung wohl auf den Ausbau von Streckenabschnitten und Taktverdichtungen konzentrieren müssen.“

Der Ausbau der RB 25 ist ein Teilprojekt von insgesamt 15 notwendigen Maßnahmen für den Ausbau im Bahnknoten Köln. Immer wieder kommt es auf dieser wichtigen SPNV-Verbindung zu Beeinträchtigungen. Die Unregelmäßigkeiten sind größtenteils auf unzureichende Infrastruktur zurückzuführen, da die Strecke über eine Länge von 65 Kilometern eingleisig angelegt ist und nur über wenige Zugkreuzungsmöglichkeiten verfügt.

Dabei ist die Oberbergische Bahn wichtig für den starken Pendlerverkehr. Die RB 25 ist für etliche Städte und Gemeinden die einzige Eisenbahnverbindung nach Köln. Ein wichtiger Baustein des Ausbaus ist die Elektrifizierung der Strecke, so dass S-Bahn-Züge fahren können. Die Oberbergische Bahn bekommt dann den Namen S15. Diese soll nicht mehr am Hansaring enden, sondern über Hürth und Euskirchen bis nach Kall in der Eifel fahren. Und das zwischen Euskirchen und Overath sogar im 20-Minuten-Takt.

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