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AVG realisiert Quartier Betriebshof

28.11.18 (Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld

Der ehemalige Betriebshof der kommunalen Verkehrsbetriebe der Stadt Karlsruhe erhält ein neues Gesicht. Bis 2021 realisiert die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) auf dem Areal an der Durlacher Allee und Tullastraße ein Quartier mit Flächen für Büros und Dienstleistungen, das weiteres Entwicklungspotential hat.

Letzte Woche erfolgte auf dem 9.500 Quadratmeter großen Baufeld in der Oststadt der symbolische Spatenstich für das „Quartier Betriebshof“, das städtebaulich und architektonisch den östlichen Stadteingang Karlsruhes deutlich aufwerten wird. Als „Meilenstein in der Unternehmensgeschichte der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft“ und „wichtige strategische Weichenstellung für die Weiterentwicklung der kommunalen Verkehrsbetriebe in den nächsten Jahren“, bezeichnete AVG-Geschäftsführer Alexander Pischon die Investition in den Gebäudekomplex, der vom Freiburger Architekturbüro Sacker Architekten entworfen wurde.

Durch die Neugestaltung des Areals eröffnen sich für die kommunalen Verkehrsunternehmen neue Perspektiven. Den größten Teil der Bruttogeschossfläche von rund 31.000 Quadratmetern wird die AVG verpachten und dadurch Mieteinnahmen generieren. „Damit wird das solide wirtschaftliche Fundament der AVG weiter gestärkt. Das neue Betriebshof-Quartier vereint eine repräsentative Innenstadtlage mit perfekter Erreichbarkeit.

Zukünftige Mieter werden von einer hochwertigen Infrastruktur mit hervorragender Verkehrsanbindung profitieren“, erklärte Pischon. Sobald der neue Gebäuderiegel steht, werden die AVG, die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) – sie ist mit dem Bau der Kombilösung betraut – ihre Verwaltungsmitarbeiter an den verschiedenen Unternehmensstandorten in Karlsruhe und Ettlingen im Osten der Fächerstadt zusammenführen und dadurch wichtige Synergieeffekte generieren: effizientere Arbeitsabläufe, eine verbesserte Unternehmensstruktur und auch ein Ende der beengten Raumsituation, die zuletzt durch provisorische Containerlösungen für die Mitarbeiter kompensiert werden musste.

„Unser leistungsstarkes Nahverkehrsangebot hängt vor allem von den Menschen ab, die bei uns arbeiten. Ihnen wollen wir als attraktiver Arbeitgeber zeitgemäße Arbeitsbedingungen bieten“, betont Pischon. „Gleichzeitig freut es mich, dass die AVG auch der Stadt Karlsruhe etwas zurückgeben kann und durch diesen Neubau der östliche Stadteingang von Karlsruhe eine neue Qualität erhält.“

Das neue Gebäudeensemble schafft durch seine Höhenstaffelung und zwei etwas zurückversetzt angeordnete Baukörper mit acht Geschossen eine markante Adresse mit Wiedererkennungswert. Die Farbgestaltung wird den Sandstein der angrenzenden Gründerzeithäuser aufnehmen und so einen eindeutigen Bezug zur örtlichen Baukultur aufweisen, allen voran der Bebauung in der Tullastraße und den Gebäuden des Schlachthof-Areals auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

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