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NVR schreibt Machbarkeitsstudie aus

07.06.18 (NVR, NWL) Autor:Stefan Hennigfeld

Das Bündnis Oberbergische Bahn, zu dem u.a. der Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR) sowie die IHK Köln gehört, hat gemeinsam mit dem benachbarten NWL eine Machbarkeitsstudie für die RB 25 Richtung Gummersbach und weiter in Auftrag gegeben. Nachdem Verantwortliche aus Politik und Verwaltung von DB AG, NWL, NVR und IHK Köln die Verwaltungs- und Finanzierungsvereinbarung unterschrieben haben, ist jetzt der Weg für eine Ausschreibung der Studie frei. Diese bezieht sich auf den Abschnitt zwischen Bahnhof Gummersbach und Köln Messe/Deutz.

„Uns interessiert im Rahmen der Studie insbesondere die Erarbeitung von Möglichkeiten zum Streckenausbau für einen S-Bahn-Verkehr“, erklärt NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober. Finanziert wird die Studie von den drei am Bündnis beteiligten Kreisen, der Stadt Köln, der Industrie- und Handelskammer zu Köln sowie NWL und NVR. Der Ausbau der RB 25 ist ein Teilprojekt von insgesamt 15 notwendigen Maßnahmen für den Ausbau des Bahnknoten Köln. Immer wieder kommt es auf dieser wichtigen SPNV-Verbindung zu erheblichen Beeinträchtigungen.

Die Unregelmäßigkeiten sind größtenteils auf unzureichende Infrastruktur zurückzuführen, da die Strecke über eine Länge von 65 Kilometern eingleisig angelegt ist und nur über wenige Zugkreuzungsmöglichkeiten verfügt. Dabei ist die Oberbergische Bahn wichtig für den starken Pendlerverkehr. „Wir hatten zuletzt Fahrgaststeigerungen von 7,6 Prozent. Da müssen wir beim Ausbau jetzt richtig Gas geben. Wegen des akuten Mangels an Infrastruktur ist das nur mit dem Ausbau von Streckenabschnitten und Taktverdichtungen möglich“, erläutert Reinkober.

Zumal die RB 25 für etliche Städte und Gemeinden die einzige Eisenbahnverbindung nach Köln darstellt. Ein wichtiger Baustein des Ausbaus ist die Elektrifizierung der Strecke, so dass auf ihr leistungsstarke S-Bahn-Züge fahren können. Die Oberbergische Bahn bekommt dann auch einen neuen Namen: S 15. Diese soll nicht mehr am Kölner Hansaring enden, sondern über Hürth und Euskirchen bis nach Kall in der Eifel fahren. Und das zwischen Euskirchen und Overath sogar im 20-Minuten-Takt.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die der NVR stellvertretend für das Bündnis Oberbergische Bahn in Auftrag gibt, sollen im Frühjahr 2019 vorliegen. „Gemeinsam werden wir die RB 25 zu einer leistungsstarken und hochwertigen Verkehrsader ausbauen“, verspricht Reinkober. Die Deutsche Bahn hat schon einiges unternommen, um Leistungsstärke und Qualität der RB 25 zu erhöhen

So wurde etwa der Bahnhof Meinerzhagen reaktiviert, mit dem Lückenschluss Meinerzhagen – Brügge die Strecke bis nach Lüdenscheid in Betrieb genommen. Alle zwei Stunden können Reisende jetzt zwischen Köln und dem Sauerland pendeln. Als nächstes soll in Engelskirchen-Ehreshoven eine neue Kreuzungsstelle entstehen, der Bahnhof Gummersbach-Dieringhausen ab Juni zweigleisig und barrierefrei ausgebaut werden.

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