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HAVAG eröffnet neuen Verkehrsknoten

08.06.18 (Sachsen-Anhalt) Autor:Stefan Hennigfeld

Am vergangenen Wochenende wurde die „neue Mittel des halleschen Südens“ an der Veszpremer Straße/Südstadtring durch des sachsen-anhaltinischen Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) und dem Hallenser Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) eröffnet. Mit der Realisierung des neuen ÖPNV-Umsteigepunktes ist ein neues Zentrum des Stadtteils Südstadt entstanden. Das Zwanzig-Millionen-Teilprojekt des Programms Stadtbahn Halle wurde in kurzer Zeit von Oktober 2016 bis Mai 2018 realisiert.

Alle beteiligten Firmen arbeiteten mit Hochdruck an der Umsetzung des ehrgeizigen Projektes. Zur Freigabe dieses Verknüpfungspunktes erklärte Verkehrsminister Thomas Webel: „Der Ausbau des modernen Straßenbahnnetzes in Halle ist ein großer Gewinn für die Saalestadt. Er stärkt die städtische Infrastruktur und erhöht die Lebensqualität, da ein attraktives Stadtbahn-Angebot auch für saubere Luft sorgt, das Klima schont und Staus vermeidet. Darum hat das Land Sachsen-Anhalt dieses gelungene Verkehrsprojekt mit 4,8 Millionen Euro gefördert.“

Der hallesche Süden hat mit dem neuen Verknüpfungspunkt eine neue „Mitte“ bekommen, denn das Leben und die Wege der Menschen sowie die Verkehrsströme haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das neue Zentrum ist rund um den Kaufland-Komplex entstanden. Der Schwerpunkt des Fahrgastaufkommens hat sich deshalb in den letzten Jahren von der Silberhöhe in den Bereich Veszpremer Straße verschoben.

Die neue, hochmoderne Verkehrsanlage ist nun so flexibel, dass je nach Bedarf Linien eingesetzt werden oder auch wenden können. Eine Pilotanlage, mindestens für Sachsen-Anhalt. Die Stadt Halle (Saale) und die Hallesche Verkehrs-AG sind stolz auf die positive Veränderung und das neue Gesicht des Südstadtringes. Am Südstadtring ist ein leistungsfähiger und hochmoderner Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn und Stadtbus mit Anschlusssicherung entstanden.

Drei barrierefreie Haltestellen wurden gebaut. Der besondere Bahnkörper garantiert eine behinderungsfreie Fahrt, erhöht die Reisegeschwindigkeit des ÖPNV, ebenso die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Grüngleise sehen nicht nur gut aus, sondern verbessern die Stadtökologie, mindern Geräusche und binden Feinstaub.

Diese leistungsfähige Verkehrsanlage trägt zur Attraktivierung des Stadtteils bei. Die neue Haltestelle Südstadt wurde in Höhe des Gebäudes Florentiner Bogen 21 neu angeordnet und ist barrierefrei zugänglich. Sie liegt damit nun in der neuen Fuß- und Radwegeverbindung vom Pestalozzipark zum S-Bahn Haltepunkt Südstadt und wird zu einem lebendigen Dreh- und Angelpunkt.

Die Bahnsteige wurden mit Spritzschutz, Fahr-gastunterständen und Haltestelleninformationssystem ausgestattet und behindertengerecht ausgebaut. Der östliche Zugang ist mit einer Ampelanlage gesichert. Die frei gewordenen Flächen im Bereich der ehemaligen Gleisschleife wurden während der Bauarbeiten umfassend renaturiert und bereits mit Bäumen bepflanzt.

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