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Bombardier expandiert in Bautzen

25.06.18 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Bombardier hat Mitte Juni in Anwesenheit von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Standort Bautzen eine neue Endmontagehalle eingeweiht. Zu den Gästen zählten auch der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) und der sächsische Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU). In die Endmontagehalle investierte das Unternehmen rund acht Millionen Euro – und beauftragte zum Großteil Betriebe aus Sachsen.

In der neuen Halle können bis zu 600 Wagen pro Jahr ausgebaut werden. Das Fertigungsspektrum reicht von Regional- und Fernverkehrszügen über S- und U-Bahnen bis hin zu Straßenbahnen. Drei verschiedene Fahrzeugtypen lassen sich parallel produzieren. Die weltweit modernste Montagehalle von Bombardier Transportation punktet mit verstärktem Einsatz digitaler Technologien. Gegenüber der Vorgängerhalle kann pro Jahr etwa einer Million Euro bei Logistik-, Energie- und Wartungskosten eingespart werden.

In der Halle mit einer Gesamtfläche von 8.100 Quadratmetern haben rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren topmodernen Arbeitsplatz. Insgesamt wurden für den Neubau rund 5000 Kubikmeter Beton und 1300 Tonnen Stahl verarbeitet. Zudem wurden etwa 24 Kilometer Elektrokabel verlegt und 568 Leuchten montiert. Einschließlich der Kosten für die Produktionshalle investiert Bombardier rund 30 Millionen Euro in den Standort Bautzen.

„Mit der neuen Halle und moderner Industrie 4.0-Produktion läuten wir am über 170 Jahre alten Traditionsstandort Bautzen eine neue Ära ein“, so Michael Fohrer, Deutschlandchef von Bombardier Transportation. „Wir investieren und schaffen hier ein Kompetenzzentrum für die Serienfertigung von Regional- und Fernverkehrszügen sowie S-, U- und Straßenbahnen. Das sind starke Argumente für eine gute und sichere Zukunft des Werkes.“

Ministerpräsident Kretschmer: „Heute ist ein guter Tag für Bautzen und die Oberlausitz. Die jetzt geplante Investition sichert 1.000 Arbeitsplätze hier bei Bombardier und viele weitere bei Zulieferern in der Region. Für dieses klare Bekenntnis bin ich dem Unternehmen dankbar. Hinter uns liegen schwierige Verhandlungen und eine Zeit der Verunsicherung. Sehr dankbar bin ich all denen, die sich für den Erhalt der Werke in Bautzen und Görlitz eingesetzt haben. Nun geht es darum, auch für das Werk in Görlitz eine gute Perspektive zu schaffen. Denn das Potenzial, was es dort gibt, ist noch nicht ausgeschöpft.“

„Die heutige Einweihung der Halle ist ein positives Signal für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein wichtiger Schritt im Zuge der Neuausrichtung und Sicherung der beiden sächsischen Standorte. Hier sollen zukünftig Standards für die Industrie-4.0-Produktion in der Bahnindustrie gesetzt werden. Die Initiative zu mehr Industrie 4.0 am Bombardier-Standort Bautzen wollen wir stärken und eine effiziente Logistik gewährleisten“, so Wirtschaftsminister Martin Dulig.

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