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NVR: Mehr Züge zu Karneval

08.02.18 (NVR, VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Kölner Karneval steht vor der Tür und damit die wilden Jecken während der tollen Tage auch nach dem Genuss diverser Gaffel Kölsch wieder gut nach Hause kommen, bestellt der Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland bei DB Regio, Trans-Regio und National Express zusätzliche Züge. An den Hochtagen des Karnevals werden aus und in Richtung Mönchengladbach, Dortmund bzw. Düsseldorf, Wuppertal, Siegen, der Eifel, dem Oberbergischen und Aachen insgesamt mehr als 150 Sonderzüge fahren – das ist eine Steigerung von über 30 Fahrten im Vergleich zu den letztjährigen Karnevalstagen.

Im Gebiet des NVR werden somit gut 6.800 zusätzliche Zugkilometer angeboten. Die seit Anfang dieses Jahres laufenden Bauarbeiten auf der linksrheinischen Strecke zwischen Bonn und Köln ruhen zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag, so dass neben dem Regelverkehr auch dort Sonderfahrten stattfinden können.

Aufgrund der erwarteten Besuchermassen werden am heutigen Weiberfastnacht, Karnevalssonntag und Rosenmontag an den Bahnhöfen Köln Hbf und Köln Süd Abfertigungshelfer und Reisendenlenker eingesetzt. Sie sollen einen geordneten Ablauf gewährleisten und verhindern, dass sich der große Besucherandrang an einigen Plätzen ballt. Für mehr Sicherheit in den Zügen haben NVR und die Eisenbahnverkehrsunternehmen eine hohe Bestreifungsquote vereinbart.

Bei den Fahrten der S-Bahn Köln gibt es wie gewohnt ab 19 Uhr bis Betriebsschluss eine nahezu vollständige Begleitung mit Sicherheitspersonal, am Wochenende sogar bis 6 Uhr morgens. National Express und Trans- Regio werden ihr Personal in den Zügen an den jecken Tagen aufstocken. Seit der Silvesternacht 2015/16 ist man in Köln bezüglich Gewalt und sexueller Übergriffe im öffentlichen Raum sensibler geworden und hofft, mit mehr Mitarbeitern für Abhilfe sorgen zu können.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein attraktives Ticketangebot zu Karneval: Mit dem VRS-Karnevals-Ticket kann man ganze sechs lang (von Weiberfastnacht, 8. Februar, bis einschließlich Veilchendienstag, 13. Februar 2018) im erweiterten VRS-Netz fahren. Dies bedeutet: Das KarnevalsTicket gilt auch im so genannten kleinen Grenzverkehr VRS/VRR sowie auf Fahrten zwischen dem VRS und dem Kreis Ahrweiler, von und nach Altenkirchen, Neuwied und Gerolstein.

Das Ticket gibt es auch in diesem Jahr wieder ausschließlich als Handyticket oder als Online-Ticket im Ticketshop der verschiedenen VRS-Verkehrsunternehmen für 24,54 Euro. Ein weiterer Vorteil: Rosenmontag ist im VRS ein „Feiertag“! Demnach gelten keine zeitlichen Einschränkungen, z. B. beim Formel-9-Ticket; auch für die Mitnahmeregelungen der Abotickets werden die Wochenend- und Feiertagsregelungen angewendet – und zwar im erweiterten VRS-Netz. Somit kommen selbst Leute, die nur zum Rosenmontagszug nach Köln fahren auf ihre Kosten. Dann kann man ohne ein schlechtes Gewissen ein Gaffel vom Fass und ein Kabänes on the Rocks mehr trinken ohne ans Auto denken zu müssen.

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