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Gastel kritisiert Stuttgart 21

18.12.17 (Stuttgart) Autor:Stefan Hennigfeld

Matthias Gastel (Grüne), der eisenbahnpolitische Sprecher seiner Fraktion im Bundestag, hat erneut die Kommunikation rund um Stuttgart 21 kritisiert. „Ich erwarte, dass der Aufsichtsrat beim drohenden Milliardendesaster Stuttgart 21 endlich Transparenz hineinbringt. Es kann nicht sein, dass die Öffentlichkeit bei S 21 regelmäßig hinter die Fichte geführt wird und dann scheibchenweise die Wahrheit erfährt. Wir brauchen endlich ein strenges Kostenmanagement und eine realistische Risikobewertung beim Tunnelbau“, so Gastel.

Hier nimmt er auch die geschäftsführende alte Bundesregierung in die Pflicht. Gastel: „Ich erwarte, dass die Mitglieder der Bundesregierung endlich eine aktive Rolle im Aufsichtsrat einnehmen, wenn es um Stuttgart 21 geht. Die Bundesregierung darf sich nicht mehr wegducken, was die inzwischen mehr als drei Milliarden Euro angeht, die ohne Finanzierung verbaut werden. Das Land, die Region, die Stadt und der Flughafen werden nicht mehr als ihre freiwilligen Leistungen zuschießen. Die Bahn würde von mehreren Milliarden Euro nicht finanzierten Kosten erdrückt werden.“

Es sei nun Sache der Politik als Vertreters des Alleinaktionärs Bund, hier für eine Lösung zu sorgen. Gastel: „Erst drückt Frau Merkel das Projekt mit aller Macht durch und dann duckt sich die Bundesregierung weg, wenn es darum geht, ein jahrelanges Debakel im Herzen Stuttgarts abzuwenden. Das ist es, was die Menschen nicht mehr verstehen.“

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