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EU fördert Fehmarnbelt-Querung

13.12.17 (Europa) Autor:Stefan Hennigfeld

Das Fehmarnbelt Business Council (FBBC) begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission von Ende November, das Fehmarnbelt-Projekt mit 123,5 Millionen Euro für den Bau der dänischen Schienenanbindung von Ringsted, südwestlich von Kopenhagen, in Richtung des zukünftigen Fehmarnbelt-Tunnels zu fördern.

FBBC-Vorsitzender Siegbert Eisenach sagte dazu: „Die Entscheidung unterstreicht den zutiefst europäischen Gedanken des gesamten Fehmarnbelt-Projekts. Damit wird Europa weiter zusammenwachsen und eine entscheidende Hürde für den Austausch von Menschen und Gütern beseitigen. Der Tunnel reduziert die Transportzeiten nicht nur zwischen den Metropolregionen Kopenhagen und Hamburg, sondern auch in der weiteren Fehmarnbelt-Region signifikant. Er wird Skandinavien mit Mitteleuropa verbinden.“

Während der Fehmarnbelt-Tunnel selbst bereits von entscheidender Bedeutung ist, kann er für sich allein noch nicht die volle Wirkung entfalten, unterstrich Eisenach: „Wir müssen die Infrastruktur in der erweiterten Fehmarnbelt-Region verbessern, um das Potenzial des Fehmarnbelt-Tunnels voll auszuschöpfen. Die Behörden in Deutschland, Dänemark und Schweden müssen sowohl die Hinterland-Anbindungen als auch den Tunnel selbst priorisieren. Wir werden weiterhin die laufenden Planungen und künftige Projekte eng begleiten und uns gemeinsam als Stimme der Wirtschaft in der Fehmarnbelt-Region einbringen.“

Das Fehmarnbelt-Projekt, eines der Leuchtturmprojekte der Europäischen Kommission, soll helfen, den Flaschenhals im skandinavisch-mediterranen Korridor zu beseitigen. Es zählt zu einem der 39 Projekte, die insgesamt eine Milliarde Euro über die sogenannte Connecting Europe Facility (CEF) in der jetzigen Förderrunde erhalten. Die Mitgliedsstaaten müssen den Vorschlag der Kommission nun formal in einer Sitzung am Dienstag, den 12. Dezember 2017 bestätigen. Die Annahme des Beschlusses durch eine Kommissionsentscheidung erfolgt im Anschluss.

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