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DB Regio will Dieselbedarf senken

27.11.17 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

DB Regio hat dieser Tage damit begonnen, rund tausend Dieseltriebzüge mit Telematiksystemen auszustatten. Bis Ende 2018 sollen neunzig Prozent der Loks und Triebwagen über entsprechende Software verfügen. Damit können Millionen Liter Dieselkraftstoff eingespart und mehr als 30.000 Tonnen CO₂-Ausstoß pro Jahr verhindert werden. Das entspricht den Emissionen durch Heizen und Stromverbrauch einer Kleinstadt.

Die Systeme erfassen, wann und wo wie viel Diesel während der Fahrt verbraucht wird. Die entsprechenden Daten werden zu Fahrempfehlungen verarbeitet und auf Displays im Führerstand angezeigt. So kann der Lokführer energiesparender fahren. Was bei strombetriebenen Fahrzeugen bereits funktioniert, soll auch für Dieselzüge Realität werden: zum Beispiel frühzeitig vom Gas gehen, bergab den Schwung nutzen oder über weite Strecken den Zug rollen lassen. Um bis zu zehn Prozent kann der Verbrauch so gesenkt werden.

Nach dem Einbau in die Dieselfahrzeuge übermitteln Telematiksysteme die Daten auf zentrale Server. Es werden monatliche Berichte für die Lokführer erstellt. In einem zweiten Schritt sollen die Daten mit Fahrempfehlungen gekoppelt und auf Displays angezeigt werden. Das Telematiksystem erfasst zudem Daten über den Instandhaltungs- und Betriebszustand sowie die Regelung von Vorheizanlagen und Klimatechnik. Das System leistet also auch einen Beitrag zu mehr Effizienz und Pünktlichkeit.

Foto: Deutsche Bahn AG

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