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DB Regio: Vertragsunterzeichnung in Köln

13.11.17 (NVR, Rheinland-Pfalz, VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

In der letzten Woche haben Verantwortliche der Aufgabenträger NVR und VRR aus Nordrhein-Westfalen sowie SPNV Nord aus Rheinland-Pfalz mit DB Regio NRW die Verkehrsverträge für die Linien RE 8, RB 27 und RB 33 unterzeichnet. Besteller und Betreiber der Verkehrsleistungen besiegelten damit die Ende 2016 und Mitte 2017 getroffenen Entscheidungen der politischen Gremien, den Zuschlag für den Betrieb der Linien zwischen Koblenz und Mönchengladbach sowie Essen und Aachen an die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn zu erteilen.

Die Unterzeichnungen fanden im Werk Köln-Nippes von DB Regio NRW statt, wo ein großer Teil der eingesetzten Fahrzeuge auch instandgehalten wird. Die in Zuständigkeitsbereichen von NVR, VRR und SPNV-Nord liegende Regionalexpress-Linie 8 führt von Mönchengladbach über Köln und Bonn-Beuel nach Koblenz. Der neue Verkehrsvertrag tritt Ende 2019 in Kraft und umfasst eine Laufzeit von 15 Jahren bis Ende 2034.

Das Leistungsvolumen liegt bei jährlich rund 1,9 Millionen Zugkilometern. Verantwortlich für die Vergabe der Leistungen der als Los 2 ausgeschriebenen Regionalbahn-Linie 33 sind NVR und VRR. Auf VRR-Gebiet wird die Linie mit Betriebsaufnahmen von Duisburg nach Essen verlängert. Das ausgeschriebene Volumen umfasst rund zwei Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die Vertragslaufzeit beträgt 14 Jahre, von Ende 2020 bis Ende 2034. Gegenüber dem heutigen Umfang steigt die Kilometerleistung auf den beiden Linien künftig um insgesamt 20 Prozent.

Die Kernlaufzeit des Verkehrsvertrags für die Strecke der Regionalbahn 27 (Mönchengladbach – Köln – Koblenz) beträgt sieben Jahre, von Ende 2019 bis Ende 2026. Hinzu kommen zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die von NVR, VRR und SPNV-Nord ausgeschriebene Leistung umfasst künftig 2,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr – eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Vertragsvolumen.

Damit konnte im Rahmen einer Neuvergabe wieder einmal das Volumen der Eisenbahnleistungen insgesamt gesteigert werden. Gerade für die Mitarbeiter bedeutet das, dass die Grundlage für Arbeit und Beschäftigung steigt. Das ist nicht das erste mal der Fall: So hat DB Regio NRW bis ins Jahr 2006 zwar immer mal wieder Ausschreibungen und somit Marktanteile verloren, die absolute Zahl der Zugkilometer blieb jedoch konstant, weil immer mehr Leistungen bestellt worden sind.

Auch jetzt mag sich am Marktanteil nichts verändern, dennoch werden mehr Leistungen gefahren, weswegen der Personalbedarf steigt. Das gilt gerade auch vor dem Hintergrund von Betriebsaufnahmen beim Rhein-Ruhr-Express oder bei der S-Bahn: Hier sind Abellio, National Express und die Eurobahn auf Mitarbeitersuche, aber viele Angestellte von DB Regio NRW können dennoch heimatnah im Unternehmen verbleiben, weil an anderer Stelle mehr gefahren wird als bislang. Die Eisenbahnbranche hat dadurch einen insgesamt steigenden Personalbedarf, was Arbeitnehmern zusätzliche Sicherheit bietet.

Foto: Deutsche Bahn AG

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