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NVR plant Verbesserungen

14.08.17 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Modernisierung des stark belasteten Bahnknotens Köln geht in die zweite Phase: Das Düsseldorfer Landesverkehrsministerium, die Deutsche Bahn und der Nahverkehr Rheinland (NVR) haben die Planungsvereinbarung für ein Ergänzungspaket des bereits beschlossenen Ausbaus der S-Bahnlinie 11 unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht Planungskosten für die ersten beiden Leistungsphasen in Höhe von rund vier Millionen Euro vor.

Kernpunkt ist der Umbau der Regionalbahn RB 38 (Erftbahn) zu einer S-Bahn. „Damit kommen wir einen deutlichen Schritt weiter in unseren gemeinsamen Bemühungen, der Millionenstadt Köln und ihrem Umland die langersehnten und spürbaren Verbesserungen im Personen- und Güterverkehr auf der Schiene zu bringen“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) bei der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung in Düsseldorf.

Die künftig bis Bedburg (Erft) verlängerte S 12 erhält nach den Planungen damit den Linienweg Au (Sieg), Köln, Bergheim bis Bedburg, der im 20-Minuten-Takt bedient wird. Heute gibt es nur eine stündliche direkte Verbindung von Bergheim und Bedburg nach Köln. Durch die Verlagerung der RB 38 auf die S-Bahn-Strecke werden auf der bisherigen Route Kapazitäten für das steigende Güter- und Fernverkehrsangebot zwischen Horrem und dem Abzweig zur linken Rheinstrecke frei.

„Wir machen die Strecke nach Bedburg fit für die S-Bahn“, sagte Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG. „Dabei werden wir den gesamten Planungsprozess transparent und offen gestalten – vor allem im Dialog mit den Anwohnern und Stakeholdern.“ Zum Ergänzungspaket gehören darüber hinaus der Bau eines neuen S-Bahn-Haltepunktes „Köln-Mülheim Berliner Straße“ im Verlauf der S 6 sowie der Neubau von Weichen am Abzweig Müngersdorf für die zukünftige Führung von S-Bahnzügen nach Pulheim und Grevenbroich.

Norbert Reinkober, Geschäftsführer des NVR: „Die heutige Unterzeichnung ist ein weiterer Schritt hin zu einer deutlichen Verbesserung der SPNV-Qualität im Rheinland. Dies kommt allen Fahrgästen zugute. Trotz dieses Erfolgs können wir nun nicht die Füße hochlegen, sondern müssen die Modernisierung unser Infrastruktur weiter vorantreiben. Wir setzen uns weiter dafür ein, die notwendigen Projekte aufzugleisen, um den Stau auf der Schiene zu reduzieren.“

Bereits 2016 waren in einem ersten Planungsschritt weitreichende Kernelemente zur Auflösung des Kölner Bahn-Engpasses vereinbart worden: Um dem Wachstum der Fahrgastzahlen gerecht zu werden, soll insbesondere die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Köln Messe/Deutz und Hansaring ausgebaut werden.

Hierzu sind zusätzliche Bahnsteige in Köln Messe/Deutz und Köln Hauptbahnhof geplant. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert. Im ersten Schritt des S-Bahn-Ausbaus wird der Takt der Linie S 11 in den Hauptverkehrszeiten zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Worringen von bisher 20 auf 10 Minuten verdichtet.

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