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Betrunkener Lokführer in Aachen

14.07.17 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Zwei Zeugen, die sich am Sonntagabend als Reisende in einem Zug von Aachen nach Stolberg befanden, fiel das merkwürdige Verhalten des Lokführers auf. Sie sprachen ihn an und bemerkten ihren Angaben nach deutliche Anzeichen für den Konsum berauschender Mittel und verständigten die Polizei. Mit Eintreffen stellten auch die Beamten deutliche Anzeichen für den Genuss berauschender Mittel fest. Ein Drogentest verlief negativ. Ein durchgeführter Alkoholtest jedoch ergab einen Wert jenseits der absoluten Fahruntüchtigkeit.

Diese beträgt bei Autofahrern nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes 1,1 Promille, bei Schiffsführern liegt sie bei 1,7 Promille. Laut der Personenbeförderungsverordnung muss der Alkoholpegel allerdings im Dienst bei 0,0 Promille liegen. Dem Lokführer wurde eine Blutprobe entnommen, seinen Führerschein für Eisenbahnfahrzeuge stellten die Beamten sicher. Die ordnungsgemäße Weiterfahrt des Zuges wurde durch den Notfallmanager organisiert. Behinderungen im Zugverkehr wurden nicht bekannt.

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