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VCD fordert saubere Linienbusse

16.05.17 (Stuttgart) Autor:Stefan Hennigfeld

Angesichts der VDV-Veranstaltung zum Thema Luftreinheit letzte Woche fordert der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs VCD auch eine Nachrüstung älterer Linienbusse zur Reduktion der Stickoxid-Emissionen in den Städten. „Inzwischen gibt es für die meisten Linienbusse serienreife Umrüstsätze zur deutlichen Senkung der Stickoxid-Emissionen, deshalb sollten die Verkehrsunternehmen die Chance ergreifen, ihre Busflotten noch umweltfreundlicher zu machen, statt auf Ausnahmeregelungen für den ÖPNV zu bestehen“, fordert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Zwar sei der Anteil des Busverkehrs an den Gesamtemissionen relativ gering, dennoch haben Stadtbusse durch ihre hohe Laufleistung eine große Bedeutung für die städtische Luftqualität. Gerade auf Linien in besonders belasteten Bereichen könnten saubere Busse einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Grenzwerte der EU-Luftqualitätsrichtlinie zukünftig einzuhalten.

So sei gerade der Umstieg auf Bus und Bahn insgesamt eine sehr wirkungsvolle Maßnahme, sowohl die Schadstoffemissionen im Stadtverkehr zu reduzieren als auch die Klimaschutzziele zu erreichen, betont Matthias Lieb. Deshalb sei die Umrüstung der Busflotte ein sinnvoller Weg, der zudem mit 10.000 bis 15.000 Euro pro Bus überschaubar sei, um die Bürger von der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs als attraktive und umweltfreundliche Alternative zu überzeugen.

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