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VRR stellt neue Smartphone-App vor

06.04.17 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Morgen wird es soweit sein: Die neue Smartphone-App des VRR ist für iPhone und Android verfügbar, bereits auf den Geräten installierte Software aktualisiert sich von selbst. Gestern wurde das Programm in Gelsenkirchen umfassend vorgestellt. Bis Ende 2016 ist die VRR-App rund 2,6 Millionen Mal geladen worden, die Versionen der Verkehrsunternehmen rund 820.000 Mal. Das entspricht einer Steigerung um 29 Prozent gegenüber den Downloads im Jahr 2015.

Nun hat der VRR die Verbund-App in enger Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen grundlegend überarbeitet und zum digitalen Reisebegleiter ausgebaut. Für VRR und Verkehrsunternehmen spielt der digitale Zugang zum Nahverkehrssystem bereits seit vielen Jahren eine ganz entscheidende Rolle. „Im ÖPNV sind Smartphones oder Tablets eine der wichtigsten Kontakt- und Schnittstellen zum Kunden. Deshalb entwickeln wir unsere App kontinuierlich weiter, um Fahrplanauskunft, Ticketkauf oder Mehrwertdienste unter einer gemeinsamen Oberfläche zu bündeln“, erklärt José Luis Castrillo, Vorstand des VRR.

Von der schnellen Fahrplanabfrage bis zu Standardabfragen für regelmäßige Verbindungen werden zahlreiche Auskünfte ermöglicht. So können Fahrgäste die neue Verbund-App an ihren persönlichen Bedarf anpassen und werden noch komfortabler und bequemer an ihr Ziel geleitet. Schwerpunkt der Gestaltung ist die klare Gliederung und Ordnung sowie eine einfache Bedienbarkeit, um schnell an die gewünschten Informationen zu gelangen. Dabei ist auch der Weg zu Adressen oder interessanten Punkten jederzeit möglich – und bei eingeschalteter GPS-Erkennung auch vom aktuellen Standort.

Das digitale Ticketing funktioniert über die Kreditkarte, weitere Zahlmöglichkeiten (Paypal, Handyrechnung …) sollen noch im laufenden Jahr folgen. Fahrgäste können in der Verbund-App eine Hinweisfunktion einstellen, die sie über Störungen und Behinderungen auf ihrer täglichen Route informiert. Die Live-Auskunft berücksichtigt bei der Verbindungssuche Echtzeitdaten, Zugausfälle und Ersatzfahrpläne. Kommt es zu Störungen und Fahrplanänderungen, erhalten Fahrgäste eine Push-Meldung.

Für welche Linien dies der Fall sein soll, können Nahverkehrskunden in den persönlichen Einstellungen festlegen. Wer also immer wochentags zwischen sieben und neun zur Arbeit fährt, der wird auch nur in diesem Zeitfenster über aktuelle Störungen im Betrieb informiert. Weitere Ziele in der Ist-Auskunft sind die Funktionsfähigkeit etwa von Rolltreppen oder Aufzügen.

Hier ist es Sache der Infrastrukturbetreiber, die aktuellen Daten einzupflegen. Das gilt nicht nur für DB Station und Service, sondern auch für die Betreiber kommunaler Schienennetze. Die Möglichkeiten, die das neue Programm bietet, sind deutlich größer als in den ersten Monaten umgesetzt wird – das Programm ist somit zukunftsfähig und kann den 2011 erstmals im App-Store zur Verfügung gestellten Vorgänger in den wohlverdienten Ruhestand schicken.

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