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Appell zum Ausbau der KVB-Linie 1

16.02.17 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Ein überregionales Bündnis aus Vertretern der Stadt Köln sowie umliegender Kreise, Städte und gemeinden sowie der kommunale Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) haben sich in einem Gespräch beim Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium, Michael von der Mühlen (SPD), für den Ausbau der KVB-Linie 1 von Bensberg über die Anschlussstelle BAB A4 Moitzfeld/Wohnpark bzw. bis Herkenrath/Kürten-Spitze stark gemacht.

Die Initiative zu dem Gespräch war vom Vorsitzenden des Regionalrates, dem rheinisch-bergischen Landtagsabgeordneten Rainer Deppe (CDU), ausgegangen. „Wir haben uns in der Region auf ganz wenige Schlüsselprojekte verständigt. Die Linie 1 liegt dabei mit ganz vorne“, erklärte er zu Beginn der Gesprächsrunde. „Unser gemeinsames Auftreten unterstreicht die Bedeutung der Stadtbahnlinie für die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung des Rheinlandes. Der Ausbau und die Verlängerung haben eine Bedeutung weit über die kommunalen Grenzen hinaus.“

Nach dem gut einstündigen Gespräch hatten die Teilnehmer den Eindruck, dass der geschlossene Auftritt einen positiven Eindruck im NRW-Verkehrsministerium hinterlassen hat. Dennoch sei es noch ein weiter Weg, bis die ersten Bauplanungen beauftragt werden könnten, resümierte Rainer Deppe. Um eine verkehrliche Alternative für die vom Autoverkehr völlig überlastete Achse Köln – Bergisch Gladbach zu bieten, hatten der Regionalrat und der Nahverkehr Rheinland die Verlängerung der Stadtbahnlinie 1 bereits im vergangenen Jahr als regional besonders bedeutsam für den ÖPNV-Bedarfsplan in Nordrhein-Westfalen eingereicht.

Aktuell werden die für den ÖPNV-Bedarfsplan angemeldeten Projekte vom Land geprüft und bewertet. In dem Gespräch im Düsseldorfer Verkehrsministerium wiesen die regionalen Vertreter auf die hohe verkehrliche Bedeutung sowohl des Ausbaus der Linie 1 innerhalb von Köln als auch für die Verlängerung in die Region hin. Der Autoverkehr sei an seiner Kapazitätsobergrenze angekommen, daher werden zwischen Köln und Bergisch Gladbach dringend ÖPNV-Alternativen benötigt.

Die Verlängerung der Linie 1 müsse im ÖPNV-Bedarfsplan des Landes eine prioritäre Bewertung bekommen und bei der Förderung berücksichtigt werden, erläuterten die Vertreter des Köln/Bergischen-Bündnisses. Die Verknüpfung mit einem P+R-Angebot an der Anschlussstelle Moitzfeld macht die Stadtbahn zu einer leicht zu erreichenden Alternative für die staugeplagten Autofahrer. Anstatt im täglichen Dauerstau zu stehen, ermöglicht der Umstieg auf die Linie 1 eine weitgehend freie Fahrt mit der Bahn bis ins Kölner Stadtzentrum.

Profitieren würden insbesondere Pendler aus dem gesamten Bergischen Land und darüber hinaus sogar bis nach Südwestfalen und ins Siegerland. In dem Gespräch wurde mit dem Land vereinbart, in einen engen Austausch über die künftige Verkehrsentwicklung einzutreten, um die Grundlage für Ausbauten und Verlängerungen zu schaffen.

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