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Köln: Erste S-Bahnklasse bleibt frei

09.12.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Aufgrund der extrem hohen Fahrgastnachfrage hat der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gemeinsam mit DB Regio auf einigen S-Bahnlinien die erste Klasse freigegeben. Das zunächst auf 2016 beschränkte Pilotprojekt für die Linien S 12, S 13 und S 19 wird dauerhaft fortgesetzt. Zudem soll geprüft werden, ob in Zukunft auch die entsprechenden Sitzplätze in den Waggons der Linien S 6 und S 11 für alle Fahrgäste freigegeben werden können.

Hier müsste allerdings entweder der benachbarte Verkehrsverbund Rhein-Ruhr mitmachen oder es gäbe auf den durchgehenden S-Bahnlinien ab den jeweiligen Verbundgrenzen unterschiedliche Regelungen.
Ein generell besseres Platzangebot in den S-Bahnen, die immer mehr Fahrgäste befördern, ist frühestens ab Dezember 2023 realistisch: Erst nach dem Ende des derzeit laufenden Vertrages ist mit dem Einsatz neuer Fahrzeuge zu rechnen. Dann endet der bisherige Verkehrsvertrag mit DB Regio und es gibt eine Ausschreibung mit dann neu zu definierenden Kapazitäten.

NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek begrüßt diesen Schritt: „Untersuchungen haben ergeben, dass die zweite Klasse im Schnitt zu neunzig Prozent und in den Spitzenzeiten sogar zu weit über hundert Prozent ausgelastet war. In der ersten Klasse lag die Auslastung hingegen nur bei 12,5 Prozent. Daher sind wir froh, unseren Fahrgästen diese wenn auch nur geringfügige Kapazitätserweiterung dauerhaft anbieten zu können.“

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