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UK: Transportpolizei konsultiert vor Umbau

20.10.16 (Großbritannien) Autor:Max Yang

Die Britische Transportpolizei (BTP) steht vor einem möglichen Umbau. Die Öffentlichkeit in Großbritannien hat nunmehr die Möglichkeit, Antworten zu der öffentlichen Konsultation unter dem Titel „Influence how we investigate crime – Shape our future“ noch bis zum Mittwoch, 7. Dezember 2016, 17 Uhr Ortszeit auf der Website der BTP einzureichen. Vorgeschlagen ist zunächst eine neue Methode, Straftaten eine Ermittlungspriorität und konkreten Polizeibeamten zu zuweisen, auf Grundlage der Gefahren und des Schadens, welche die Straftat verursacht hat, sowie der Komplexität der erforderlichen Ermittlungen.

Die Einführung einer neuen Einheit für schwere sowie organisiertes Verbrechen mit Sitzen in London, Birmingham, Leeds und Manchester soll die Verfolgung schwerer Straftaten, einschließlich Sexualstraftaten sowie schwerer Gewalt am Arbeitsplatz verbessern. Die Anzahl an Polizisten, welche sich mit der Unterbindung und der Feststellung von Sexualstraftaten beschäftigen, soll künftig deutlich erhöht werden. Auch die Gründung einer nationalen Koordinationseinheit für Ermittlungen bei Sexualstraftaten ist vorgeschlagen. Diese Einheit soll sowohl ermittelnde als auch präventiv wirkende Teams führen und alle Aktivitäten im Kampf gegen sexuelle Übergriffe im Eisenbahnnetz beaufsichtigen.

Sexualstraftaten und einige andere Straftaten sollen durch qualifizierte Ermittler statt durch reguläre uniformierte Polizeibeamte bearbeitet werden. Schließlich sollen auch spezialisierte Abteilungen für die Bearbeitung von Alltagskriminalität im Verkehrsnetz, u.a. dem Diebstahl von Fahrgasteigentum, geschaffen werden. So könne die Arbeitslast anderer Polizeibeamter reduziert werden, welche sich vermehrt schweren Straftaten widmen können. Assistant Chief Constable der BTP, Mark Newton, der die Vorarbeiten zu der Konsultation beaufsichtigte, erklärte: „Eine der größten Herausforderungen war, zu prüfen, wie wir Sexualstraftaten im Verkehrsnetz ermitteln und vorbeugen.“

Anfang des Jahres seien unterschiedliche Vorschläge diskutiert worden, Polizeibeamte aus der bestehenden Londoner Abteilung für Sexualstraftaten in ein größeres Team zu versetzen. In der Öffentlichkeit sei stellenweise der fälschliche Eindruck entstanden, dass weniger Ressourcen in die Bekämpfung sexueller Gewalt gesteckt würden, während tatsächlich seitens der BTP angedacht war, mehr Aufwand in diesem Gebiet zu betreiben.

„Unser Ziel ist es, dass jedes Opfer von Straftaten die selbe Qualität des Dienstes erhält – unabhängig wo sie in England, Schottland oder Wales sind.“ Newton weiter: „Wir möchten die richtigen Menschen am richtigen Ort zur richtigen Zeit und die Flexibilität, um den bestmöglichen Dienst heute und in der Zukunft bereitzustellen. Tatsache ist, dass das Kriminalitätsniveau im Eisenbahnnetz niedrig ist – aber jede Straftat bedeutet, dass es ein Opfer zu viel gibt. Die Menschen verdienen und erwarten den allerbesten Dienst und daher würden wir sie gerne einladen, ihre Stimme abzugeben.“

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