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UK: U-Bahn-Fummler verurteilt

25.07.16 (Großbritannien) Autor:Max Yang

Bereits seit längerem wird in Großbritannien ein eindeutiger Konsens zwischen Politik, Polizei und Verkehrsunternehmen kommuniziert, sexuelle Gewalt nicht zu akzeptieren. So konnte die Britische Transportpolizei (BTP) letzte Woche vermelden, dass ein Londoner aufgrund eines Übergriffes in der dortigen U-Bahn verurteilt wurde. Das Strafgericht (Crown Court) in London-Blackfriars verurteilte Choudry S. (45) aus dem Stadtbezirk Barnet zu einer 12-monatigen Community Order sowie einer fünf Jahre andauernden Eintragung in das Sexualstraftäterverzeichnis VISOR.

Darüber hinaus muss S. tausend Pfund Sterling (ca. 1200 Euro) Schadensersatz und weitere sechzig Pfund Sterling Gebühren zahlen. Ihm wurde zur Last gelegt, am 13. Dezember 2014 einer Frau zwischen die Beine gegriffen zu haben, als sie im U-Bahnhof Holborn einen Zug verließ. Als die Geschädigte ihn ansprach, habe er gelacht. Die Frau habe S. mit ihrem Mobiltelefon fotografieren können, was letztlich zu seiner Identifikation beitrug.

Les Dunnett von der BTP verwies auf die Tatumstände und die Reaktion des Täters auf die Konfrontation, welche darauf hinwiesen, dass S. opportunistisch handelte und sein Verhalten für akzeptabel hielt. Dunnett verwies weiter auf die BTP-Kampagne „Report it to Stop it“ zur Erhöhung der Anzeigebereitschaft. In Großbritannien können Vorfälle im ÖPNV telefonisch unter 0800 40 50 40 oder diskret per SMS an die Kurzwahl 61016 gemeldet werden.

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