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KVB bilanzieren Geschäftsjahr 2015

01.07.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

In der letzten Woche haben die Kölner Verkehrsbetriebe ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 publiziert. Es gab 276,2 Millionen Fahrgastfahrten, was einer Steigerung von 1,1 Millionen oder rund 0,4 Prozent entspricht. Damit liegt man knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 0,5 Prozent. Diese geht im Wesentlichen auf eine steigende Fahrgastzahl bei den Zeittickets für Erwachsene zurück. Zeittickets wurden 2015 von insgesamt 223,2 Millionen Fahrgästen genutzt, somit zwei Millionen bzw. 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Anzahl der Schwarzfahrer ging im vergangenen Jahr erneut zurück. Die KVB verzeichnete 2015 eine Schwarzfahrerquote von 2,3 Prozent (2014: 2,79 Prozent / 2013: 3,28 Prozent). Ursachen für den fortgesetzten positiven Trend sind die Ausweitung der Kontrollen und die Anhebung des Erhöhten Beförderungsentgeldes von 40 auf 60 Euro. Durch die Preiserhöhung imVRS um 2,8 Prozent konnte das Unternehmen die Verkehrserlöse um 2,5 Prozent auf 245,2 Millionen Euro steigern.

Insgesamt erzielte die KVB in 2015 Umsatzerlöse von 256,3 Millionen Euro (251,2 Millionen Euro in 2014). Das Unternehmensergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Mit einem Verlust von 88,4 Millionen Euro (Vorjahr 91,1 Millionen Euro) weist die Gewinn- und Verlustrechnung allerdings ein um 4,3 Millionen Euro besseres Ergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan aus. Im Rahmen des Organschaftsvertrags wird der Verlust durch die Stadtwerke Köln GmbH abgedeckt.

Das wichtigste Ereignis für die KVB war die Inbetriebnahme des südlichen Abschnitts der Nord-Süd Stadtbahn mit vier neuen, barrierefreien unterirdischen Haltestellen und einem neuen Verknüpfungspunkt mit der Ost-West-Achse an der Severinsstraße. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember entlastet die Linie 17 die Stadtbahn-Linie 16 im Vorfeld der in den kommenden Jahren folgenden Eröffnung der Nord-Süd-Stadtbahn.

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