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KVB: Köln steht bei Rot!

21.06.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) setzen ihre Kampagne Köln steht bei Rot auch weiterhin fort. Partner sind das Ordnungsamt, die Polizei, das Straßenverkehrsamt und die Stadtverwaltung in Köln. „Ampeln schützen Leben, wenn wir sie beachten“ heißt es in einer aktuellen Werbekampagne. Vor dem Hintergrund mehrerer schwerer Unfälle – darunter ein tödlicher – in den vergangenen Wochen aufgrund der Missachtung von Rotlicht bekräftigen die Partner der Präventionskampagne Köln steht bei Rot, dass Verkehrssicherheit jeden angehe.

Zudem sei Prävention eine Daueraufgabe. Die Partner rufen weitere Akteure dazu auf, eigene Aktivitäten – zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Unternehmen und Bürgervereinen – zu entwickeln. In Köln verunglückten 2015 im Zusammenhang mit der Unfallursache „Missachten des Rotlichtes“ insgesamt 349 Menschen. Das ist zwar ein Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch die Anzahl ist seit Jahren mit 300 bis 450 Verunglückten deutlich zu hoch.

Allein bei Verkehrsunfällen mit Stadtbahnen verunglückten 2015 zu 173 Personen; von ihnen wurden 26 schwer verletzt, vier Menschen starben. Die Unfallopfer gehören zu allen Altersgruppen. Opfer werden aber häufig auch die Fahrerinnen und Fahrer der KVB, die nach einer Gefahrbremsung nur noch hoffen können, dass alles gut geht. In diesem Jahr findet die Kampagne mit verschiedenen Schwerpunkten statt. Im Juni stehen Fahrradfahrer im Fokus, im Juli richten sich die Akteure insbesondere an Schulen und Kindergärten und im August steht der Schulanfang im Mittelpunkt.

Zudem finden Plakataktionen statt, und es wird auf die Gefahren in der dunklen Jahreszeit hingewiesen. Bereits im April haben KVB, Stadt Köln und Polizei Köln mit der Präventionskampagne Köln steht bei Rot den Wettbewerb Prima 2016 gewonnen. An diesem deutschlandweiten Wettbewerb nahmen insgesamt zehn Unternehmen des ÖPNV mit innovativen und zugleich nachhaltigen Projekten teil. Damit tragen die Veranstalter der Kampagne dazu bei, Unfälle mit Verletzten und Todesopfern im Zusammenhang mit der Missachtung des Rotlichtes an Ampeln zu vermeiden.

Die Kampagne, in deren Mittelpunkt Ampelmänner und Ampelfrauen als Pantomime agieren, startete im November 2014. Die Einstellung „Jeder Tote ist einer zu viel“ trieb KVB, Stadt Köln und Polizei Köln an, keine Chance ungenutzt zu lassen, um Unfälle zu vermeiden. Die Missachtung des Rotlichtes entsteht auch durch Unaufmerksamkeit – sei es dadurch, dass Passanten Musik hören, ihr Handy benutzen oder in Gedanken sind.

Der Ansatz mit den “lebenden Ampelmännern und -frauen“ war ein ungewöhnlicher Weg, die Menschen zu erreichen. Dennoch ist es das Ziel, die Zahl der Unfälle, die im Zusammenhang mit missachteten Rotlichtern entstehen, deutlich zu reduzieren. Die Aufklärungsarbeit steht daher auch vor keinem Zeithintergrund, sondern soll bis auf Weiteres auf wechselnde Art und Weise in der Stadt Köln fortgeführt werden.

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