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Fahrgaststeigerungen im AVV

01.06.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und die in ihm zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen freuen sich über einen erneuten Fahrgastzuwachs: 2015 wurden verbundweit 104,7 Millionen Fahrten mit Tickets des AVV-Tarifs unternommen. Damit ist die Anzahl erneut gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 2,9 Millionen bzw. 2,8 Prozent mehr Fahrten. Die Einnahmen der Verkehrsunternehmen im AVV stiegen um 1,2 Millionen Euro auf 93,9 Millionen, was einem Umsatzplus von 1,3 Prozent entspricht.

„Ein Trend, der die letzten Jahre ungebremst anhält, ist die Entscheidung der Kunden für Abonnements. Die Anforderungen des Kunden an den Nahverkehr und die Qualität steigen. Er möchte schnell, pünktlich und möglichst direkt sein Ziel erreichen und erwartet neben guten Verbindungen zugleich einfache und günstige Tarife sowie aktuelle Informationen. Dem kommt der AVV durch maßgeschneiderte Tarifangebote wie Abonnements, Job- oder Senioren-Tickets sowie moderne Informationsmedien wie App, Social Media und Website nach“, so AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen.

Dies macht sich an einer steigenden Zahl an Fahrten im Segment der Zeitkarten bemerkbar. 2015 wurden 40,9 Millionen Fahrten mit Zeitkarten für Erwachsene absolviert – dies entspricht einem Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber ist im Bartarif eine rückgängige Zahl an Fahrten zu verzeichnen. Für den größten Zuwachs sorgt das für Bezieher von Transferleistungen zu einem deutlich vergünstigten Preis angebotene Mobil-Ticket. In 2015 nutzten monatlich knapp 20.800 Personen das AVV-Mobil-Ticket.

Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von 28,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ähnlich wie im benachbarten VRS kann das an der hohen Zahl von Asylbewerbern liegen, seriöse Aussagen darüber sind aber noch nicht möglich. Neben Neukunden führen auch Verlagerungen von anderen Ticketangeboten zu den Zuwächsen beim Mobil-Ticket. „Ohne Zuschüsse vom Land NRW könnten wir das Ticket nicht so günstig anbieten. Erfreulicherweise sind die Fördermittel für die Verkehrsverbünde in NRW von dreißig auf vierzig Millionen Euro erhöht worden.

Seit dem Start des Mobil-Tickets steigen in allen Regionen des AVV die Verkaufszahlen stetig an. Die Förderung ist unverzichtbare Voraussetzung für die Beibehaltung dieses Ticketangebotes. Wir müssen bei den ansonsten erfreulichen Zahlen auch die Wirtschaftlichkeit der Verkehrsunternehmen im Auge behalten“, betont AVV-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Die Rekordzahl an Studenten an den Hochschulen führt auch zu einer Steigerung der im AVV ausgegebenen Semester-Tickets von 5,5 Prozent auf 56.000 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig sinken die Schülerzahlen, während die Zahl der Senioren steigt, was gerade im ländlichen Raum für Veränderungen sorgt. Damit ist der AVV jedoch nicht alleine, sondern muss die demographische Entwicklung so bearbeiten, wie alle anderen Verkehrsverbünde ebenfalls.

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