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DB AG stellt 3.600 Azubis ein

01.04.16 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Insgesamt rund 3.600 Jugendliche und junge Erwachsene werden in diesem Jahr bei der Deutschen Bahn AG eine Berufsausbildung oder ein duales Studium beginnen: 3.250 Ausbildungsstellen und 350 duale Studienplätze stellt der Konzern in insgesamt mehr als fünfzig Berufen und zwanzig Studiengängen zur Verfügung. Die DB bleibt damit einer der größten Ausbilder der Bundesrepublik: Insgesamt erlernen im Konzern rund 11.000 Nachwuchskräfte Berufe wie Elektroniker, Gleisbauer, Lokführer, Gastronom, Lagerlogistiker oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung bietet der Konzern seinen Nachwuchskräften eine unbefristete Übernahme und die Vorzüge des Demographietarifvertrages an. Dieser sieht u.a. einen dauerhaften Verzicht auf betriebsbedingte Entlassungen sowie eine persönliche lebenslange Besitzstandswahrung vor: Wer einmal eine bestimmte Gehaltsgruppe erreicht hat, muss auch in einer formal niedriger entlohnten Tätigkeit weiter in seinem bisherigen Entgelt entlohnt werden. Jeder Bewerber wird nach Eingang der Unterlagen zunächst zu einem Onlinetest eingeladen: Schulnoten stehen seit 2013 im ersten Auswahlschritt nicht mehr im Vordergrund.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Alle Schüler haben die gleichen Chancen. Persönliche Stärken des Bewerbers sind beim Onlinetest wichtiger als der Notendurchschnitt.“ Auf der Suche nach den besten Talenten setzt die Deutsche Bahn vermehrt auf soziale Netzwerke und innovative Technik. Auf Jobbörsen und Karrieretagen kommt eine Virtual-Reality-Brille zum Einsatz, die Interessierte hautnah in die Welt der Bahn eintauchen lässt. Mit einem 360-Grad-Video werden etwa der Beruf des Instandhalters oder des Bauingenieurs präsentiert.

Die DB möchte auch insbesondere Schülerinnen für ihre Ausbildungsberufe begeistern. Zum Girls‘ Day am 28. April können Fünft- bis Zehntklässlerinnen an mehr als 40 Standorten Berufe kennenlernen, die heute noch überwiegend von Männern ausgeübt werden. Mit all diesen Maßnahmen will man bei sinkenden Schüler- und Absolventenzahlen trotzdem sowohl das Bewerberaufkommen insgesamt als auch die tauglichen Jugendlichen in hoher Zahl ins Unternehmen holen. Zahlreiche Praktika Schulpartnerschaften stellen zudem sicher, dass frühzeitig der Kontakt zu potentiellen Eisenbahnern der Zukunft aufgebaut wird.

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