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KVB: Leichter Fahrgastzuwachs

01.03.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Kölner Verkehrsbetriebe können nach einem leichten Rückgang 2014 für das vergangene Jahr wieder steigende Fahrgastzahlen verzeichnen. Knapp 276,2 Millionen Menschen nutzten 2015 die Busse und Stadtbahnen des Verkehrsunternehmens, das waren 1,1 Millionen oder 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum entspricht in etwa dem Bundesdurchschnitt. Damit stieg die Zahl der Fahrgäste seit 2006 um mehr als 30 Millionen.

Die Bahnen und Busse der KVB legten im Vorjahr insgesamt 36,8 Millionen Kilometer zurück. Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: „Der Anstieg um 0,4 Prozentpunkte ist kein Riesensprung, vor dem Hintergrund des preiswerten Sprits und eines milden Winters 2014/15 aber ein ordentliches Ergebnis. Dieses Ergebnis zeigt auch, dass die KVB Wachstumspotenzial hat, allerdings aufgrund der Kapazitätsengpässe zu den Hauptverkehrszeiten an Grenzen stößt. Daher brauchen wir, wie im Strategiepapier Köln mobil 2025 und im ÖPNV-Bedarfsplan festgelegt, den weiteren Ausbau des KVB-Netzes.“

Die KVB wird auch im laufenden Jahr weiter in den Erhalt der Infrastruktur, die Fahrzeugflotte und die Verbesserung des Leistungsangebots investieren – insgesamt rund 110 Millionen Euro. Davon fließen rund 21 Millionen Euro in die Nord-Süd Stadtbahn, rund zehn Millionen Euro in die Modernisierung von Hochflur-Stadtbahnen, etwa die gleiche Summe in die knapp 900 neuen Ticketautomaten, für die im Frühjahr die Testphase beginnen soll, weitere Millionen unter anderem in die Erneuerung von Gleisen, Weichen, Signalen oder Sicherungsanlagen.

Die Zahl der KVB-Stammkunden ist im vorigen Jahr weiter gestiegen: 303.800 Kunden sind inzwischen mit Zeittickets wie beispielsweise Jobticket, Schülerticket, Studententicket oder Monatsticket unterwegs; 2006 waren es noch knapp 270.000. Von den insgesamt 276,2 Millionen Fahrten entfallen knapp 185 Millionen auf die Stammkunden. Im Vergleich zu 2014 ist auch die Zahl der Fahrten im Bartarif um 2,7 Prozent gestiegen, das erste Mal seit Jahren. Ein Grund für den zunehmenden Verkauf der Einzel-, Vierer- und Tagestickets könnte die verstärkte Nutzung des Handy-Tickets sein. Die Zahl der Kunden, die regelmäßig das Handyticket nutzen, stieg von 82.245 im Jahr 2014 auf mehr als 126.000 im Vorjahr (plus 48 Prozent).

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