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Kölner Seilbahn startet ins neue Jahr

18.03.16 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Kölner Seilbahn startet in dieser Woche, kurz vor Ostern, ins neue Jahr. Im Winter hat man die beiden Stationen und die 48 Gondeln (in der Seilbahn-Sprache Kabinen genannt) gereinigt, Reparaturen durchgeführt und die technischen Anlagen auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft. In manchen Jahren werden Seile ausgetauscht und die Pylone neu gestrichen. Zum Saisonstart im Frühling glänzt dann stets wieder alles und die Seilbahn heißt an den (meist) ersten sonnigen Tagen ihre Gäste herzlich willkommen.

Die Kölner Seilbahn ist original wie zum Erstbetrieb im Jahr 1957 und steht komplett unter Denkmalschutz. Die Gondeln wurden zwischenzeitlich nicht durch neue Kabinen ausgetauscht, sondern stellen noch die Originale dar, die seinerzeit durch Firma Kässbohrer hergestellt wurden. Wie damals zur Bundesgartenschau können auch heute jeweils bis zu vier Personen mitfahren, den Blick durch die kleinen Fenster an allen vier Seiten genießen, mit frischer Luft durch ein halb zu öffnendes Fenster und die kleine Lüftungsklappe.

In jeder Winterpause werden einige der 48 Gondeln generalüberholt. In den Monaten seit November 2015 waren es 14 Gondeln. Hierbei wird der Lack entfernt, schadhafte Stellen am Metall der Tür und Wände werden ausgebessert, die Bodenbeläge und Sitzpolster erneuert. Dafür wird jede Gondel demontiert, die Einzelteile werden nummeriert und letztlich wieder genau zur jeweiligen Gondel zusammengesetzt.

Nach der Ausbesserung der schadhaften Stellen – insbesondere an den Fensterkanten und an den Verbindungen zwischen Metallteilen bildet sich mit der Zeit Rost – erhalten die Gondeln eine frische Lackierung, rot oder grün, manche werden danach auch zu Trägern von Werbung. Die Erneuerung der Seilbahnfahrzeuge erfolgt in der Hauptwerkstatt der KVB. Hierfür werden die Gondeln in einer der Seilbahnstationen ausgehängt, auf Paletten verfrachtet und nach Weidenpesch gebracht.

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