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O-Busse nehmen in Bologna den Betrieb auf

10.02.16 (Europa) Autor:Stefan Hennigfeld

Neue Oberleitungsbusse des Hersteller Iveco France, an deren Produktion Škoda Electric maßgeblichen Anteil hatte, haben Anfang Januar ihren Dienst im italienischen Bologna aufgenommen. Die dortigen Verkehrsbetriebe werden insgesamt 49 der neuen Fahrzeuge einsetzen. „Škoda Electric hat die gesamte elektrische Ausrüstung hergestellt und die komplette Montage in seinen Werken in Pilsen sichergestellt.

In Pilsen fand auch ein Teil der Tests und der Homologisierungsarbeiten statt. Für Škoda Electric beträgt der Auftragswert mehr als 400 Millionen Kronen“, erklärt Petr Kasenčák, Leiter der Vertriebsabteilung von Škoda Electric. Eine Neuerung für Bologna stellt der achtzehn Meter lange Gelenktrolleybus auf Basis der Iveco Crealis Neo Karosserie dar, der mit einem optischen Leitsystem ausgestattet ist, das die Handhabung des Fahrzeugs bei der Einfahrt in Haltestellen erleichtert.

Im Rahmen des Projekts wurde auch erstmals ein elektrisches Dieselaggregat für den unabhängigen Betrieb eingesetzt, das die neuesten EURO 6 Normen erfüllt. Diese Vorrichtung mit einer Leistung von 100kW ist Teil der aktuellen Lieferung. Damit kann ein Bus etwa bei einer sperrungsbedingten Umleitung auch unabhängig von der Oberleitung fahren. Die Fahrzeuge verfügen auch über einen klimatisierten Fahrgastraum. „Bologna ist einer der größten Betreiber von Trolleybussen in Italien, derzeit werden in der Stadt mehr als fünfzig Stück eingesetzt und das System des Trolleybus-Transports wird weiter ausgeweitet.

Der gesamte italienische Markt ist für uns sehr interessant, in fünfzehn Städten sind Trolleybusse im Einsatz, eine Reihe von Verkehrsbetrieben bereitet die Erneuerung des Fuhrparks beziehungsweise die Errichtung neuer Trolleybuslinien vor. Mit erfolgreichen lokalen Bestellungen, wie das Projekt in Bologna, aber auch in Rom und Cagliari, würden wir mit unseren modernen Fahrzeugen gerne auch andere italienische Städte versorgen“, fügt Petr Kasenčák hinzu.

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