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KVB AG: Fünf Jahre Mobilitätsmanagement

08.12.15 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Seit nunmehr fünf Jahren bieten die Kölner Verkehrsbetriebe für Senioren und Menschen mit Behinderungen reglemäßig Mobilitätstrainings an. Inzwischen wurden fast 10.000 Fahrgäste durch den Fachbereich Mobilitätsmanagement betreut. Die Seniorenvertretung der Stadt Köln ist seit Beginn der konzeptionellen und praktischen Arbeit ein wichtiger Kooperationspartner. Das Programm wird von den Beteiligten rundherum positiv bewertet.

2011 wurde eine Stelle „Mobilitätstrainer“ eingerichtet und sogleich eine enge Kooperation mit der Seniorenvertretung der Stadt Köln etabliert. Im gleichen Jahr startete das Angebot für Senioren und Menschen mit Behinderungen. Während 2011 noch rund 730 Teilnehmer verzeichnet wurden, nutzten in diesem Jahr bereits knapp 2550 Kunden das Angebot. Derzeit ist das Mobilitätsmanagement bis Ende des Jahres 2016 ausgebucht. Weitere Angebote wie ein jährlicher Rollatorentag kommen bedarfsorientiert hinzu.

Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: „Die ständig steigende Nachfrage nach unseren Angeboten zeigt, dass wir mit unserem Mobilitätstraining für ältere und in der Bewegung eingeschränkte Menschen genau auf dem richtigen Weg sind. Genauso wie unsere Kunden schulen wir aber auch regelmäßig unsere Fahrerinnen und Fahrer, damit sie auf die Probleme und Bedürfnisse der Fahrgäste Rücksicht nehmen.“ Die Schulungen der Fahrer erfolgen durch den Mobilitätstrainer, der auch mit den Fahrgästen arbeitet. Damit werden die Anforderungen der Fahrgäste direkt und ohne Abstriche an die Fahrerinnen und Fahrer vermittelt.

Fenske hebt hervor: „Wir appellieren aber auch an alle unsere Fahrgäste, einen Blick für Menschen zu haben, die Hilfe brauchen. Öffentlicher Nahverkehr ist auch Rücksichtnahme auf und Respekt vor den anderen Fahrgästen.“ Mit der wachsenden Stadt Köln nimmt bekanntlich auch die Zahl der Fahrgäste bei der KVB stetig zu. Hierdurch wird es in den Fahrzeugen der KVB immer enger, die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Daher haben es Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, nicht immer leicht, einen sicheren Platz als Fahrgast zu finden oder ein- und auszusteigen. Zugleich müssen die Fahrer mit vielen hektischen Situationen im Verkehr zurechtkommen und können in einer größeren Menschengruppe an der Haltestelle den einzelnen hilfsbedürftigen Fahrgast nicht immer erkennen.

Hierdurch entstehen Risiken, die die KVB im Sinne ihrer Fahrgäste und ihrer Mitarbeiter minimieren möchte. Die Mobilitätstrainings sollen dazu beitragen, mit schwierigen Situationen richtig umgehen zu können. Die Trainings werden in Seminarform für Gruppen von 15 bis 50 Personen in den Stadtvierteln – also vor Ort, ohne lange Wege – angeboten. Hierbei werden einzelne Interessenten problemlos in örtliche Gruppen integriert. Inhalte der Mobilitätstrainings sind die Vermittlung der Grundlagen sicherer Mobilität sowie praktische Übungen des täglichen Betriebs in der Stadtbahn und im Bus.

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