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Spatenstich zum ICE-Werk Köln

24.11.15 (Fernverkehr, NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

In der letzten Woche erfolgte der offizielle Baubeginn für das neue ICE-Instandhaltungswerk in Köln Nippes. Zum feierlichen ersten Spatenstich erschienen der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Michael Groschek, der Bezirksbürgermeister Bernd Schößler aus Köln-Nippes (beide SPD), der Vorstand Produktion der DB Fernverkehr AG Andreas Busemann sowie der DB-Konzernbevollmächtige für Nordrhein-Westfalen Reiner Latsch.

Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofes in Köln-Nippes entsteht in den kommenden zwei Jahren das bundesweit erste CO²-neutrale Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn. Das neue Werk wird eine 16.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage haben, um selbst Strom zu erzeugen. Zur Beheizung und Kühlung aller Werksteile wird Geothermie eingesetzt. Dabei arbeitet die werkseigene Geothermieanlage abgasfrei und geräuschlos. Auf die Nutzung von fossilen Brennstoffen wird gänzlich verzichtet.

DB Fernverkehr investiert hierfür rund 220 Millionen Euro und sichert hiermit die Arbeitsplätze für rund 400 Mitarbeiter. Alle ICE-Baureihen und die kommende Zuggeneration ICx können hier gewartet werden. Der ICx soll ein Fernverkehrstriebzug werden, der im regulären InterCity-Betrieb zum Einsatz kommt. Er ist nicht zu verwechseln mit den geplanten Doppeldeckerwaggons, die ebenfalls einige Fernverkehrsleistungen in den kommenden Jahren fahren sollen.

Produktionsvorstand Andreas Busemann: „Der Bau des neuen ICE-Werks ist ein wichtiger Schritt für einen modernen und umweltfreundlichen Fernverkehr und unterstreicht die Richtung, die wir in den nächsten Jahren einschlagen werden. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in dem neuen Werk alle ICE-Baureihen warten können und damit einen unverzichtbaren Beitrag leisten, wenn es um die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Züge geht.“

Erfreut zeigt sich auch Minister Groschek: „NRW ist Vorreiter in Sachen zukunftsorientierter Klima- und Verkehrspolitik. Es ist auch zentrale Verkehrsdrehscheibe im innerdeutschen und europäischen Eisenbahnverkehr. Das bundesweit modernste und erste CO2-neutrale ICE-Werk in Köln als Pilotprojekt unterstreicht beides in eindrucksvoller Weise. Die Verbindung der Maßnahmen zum Klimaschutz, der Lärmminderung und der Ressourceneffizienz untermauert die Umweltfreundlichkeit und damit auch die Attraktivität des Verkehrsträgers Bahn – letztlich ein unverzichtbarer Beitrag für eine nachhaltige Verkehrspolitik.“

Der Konzernbevollmächtigte Rainer Latsch sieht das neue Werk als Start umfassenden Engagements: „Der Neubau des grünen Werkes unterstreicht, dass die Deutsche Bahn auch beim Umweltschutz eine Vorreiterrolle spielt. Mit dem ICE-Werk und den beiden neuen Regiowerken werden wir innerhalb von drei Jahren die Instandhaltung von Zügen in Köln auf ein zukunftsfähiges Fundament stellen. Damit tragen wir entscheidend zur Standortentwicklung in der größten Stadt in NRW bei.“

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