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Neuer RE6a startet in NRW

26.11.15 (NVR, VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Mit nunmehr vier Jahren Verspätung startet die neue zusätzliche Linie RE 6a zwischen Köln und Düsseldorf mit dem Laufweg über Neuss und Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Was bereits im Dezember 2011 als kurzfristige Bypasslösung zur Abfederung der hohen Nachfrage konzipiert war, wird nun Realität. Die Züge werden dabei sogar nicht mehr nur bis zum Kölner Hauptbahnhof fahren, sondern weiter bis zum Flughafen Köln/Bonn.

Entsprechend ist auch das werktägliche Betriebskonzept ausgearbeitet. Von Düsseldorf Hbf in Richtung Flughafen Köln/Bonn verkehrt der Regionalexpress stündlich von 03.14 Uhr bis 23.14 Uhr. In Gegenrichtung fahren die Züge von 04.49 Uhr bis um 0.49 Uhr. Damit wird ein neues, speziell auf die Fahrgastbedürfnisse zugeschnittenes Nahverkehrsangebot auf die Schiene gebracht. Auch Früh- und Spätflüge lassen sich mit der neuen Linie noch erreichen. Zwischen Düsseldorf und Köln wird das Sitzplatzangebot im RE-Verkehr um dreißig Prozent steigen.

Die Linie ist daher auch ein wichtiges Entlastungsangebot für die überbelegte Strecke durch Leverkusen. Neuss und Dormagen profitieren über eine bessere Anbindung an die beiden rheinischen Großstädte ebenfalls besonders. Zunächst war die Einführung der neuen Linie an sehr hohen Preisvorstellungen seitens DB Regio gescheitert. Brancheninformationen zufolge wollte man mehr als das doppelte des Preises, den man für die übrigen RE-Linien bekam. Nach einer regulären Ausschreibung, die im Rahmen der Übergangsverträge für den RRX erfolgte, gab man nun doch ein zuschlagsfähiges Gebot ab.

Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei DB Regio NRW: „Mit der Erweiterung des Regionalexpress-Angebots wurden 2010 die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Die Betriebsaufnahme der RE 6a ist ein weiterer Meilenstein hin zu einem zukunftsgerechten Nahverkehr in NRW. Als starker Partner der Branche leisten wir damit schon jetzt einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zum RRX.“

Das Betriebskonzept der RE 6a wird für die Dauer von einem Jahr bis Ende 2016 gefahren. Ab dem Fahrplanwechsel kommenden Jahres geht die Linie in der bestehenden RE 6 auf. Die Züge der mit Doppelstockwagen betriebenen Regionalexpress-Linie verkehren derzeit im Stundentakt zwischen Minden und Düsseldorf und werden ab Dezember 2016 bis Köln/Bonn-Flughafen durchgebunden. Damit steigen die Nahverkehrskapazitäten auf diesem Abschnitt nochmals erheblich.

Betreiber der RE 6 ist ebenfalls DB Regio NRW, allerdings nur bis zur Betriebsaufnahme der eigentlichen RRX-Leistungen, die ab Dezember 2018 erfolgt. Martin Husmann, Vorstandssprecher des Aufgabenträgers VRR: „Maßgeblich ist, dass mit dem Betriebskonzept der RE 6a nun zusätzliche Kapazitäten auf dieser stark frequentierten Strecke angeboten werden und über die kommenden Jahre hinaus mit der Verlängerung der Linie RE 6 auch langfristig allen Nahverkehrskunden zur Verfügung stehen.“

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