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VRS: Fahrpreise steigen um 2,8 Prozent

19.10.15 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Fahrpreise im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) rund um Köln und Bonn steigen mit Wirkung zum 1. Januar um durchschnittlich 2,8 Prozent. Das ist der gleiche Wert wie im letzten Jahr, der im Sommer 2014 beschlossen worden ist. Einzelfahrscheine bleiben jedoch im Preis stabil. Ein Trend, den der VRS gesetzt hat und der inzwischen auch in Berlin und Brandenburg umgesetzt wurde. In anderen Verbundräumen wird darüber zumindest offen diskutiert – denn der Einzelpreis ist für Wenigfahrer oft eine wichtige psychologische Hürde, die er unter Umständen nicht mehr nehmen will.

VRS-Geschäftsführer Wilhelm Schmidt-Freitag: „Wenn man die Tarifanpassungen 2015 und 2016 zusammenrechnet, kommt man auf 5,6 Prozent. Damit liegen wir im Zweijahresvergleich nicht höher als andere Verbünde. Steigende Personal-, Betriebs- und Materialkosten machen die Tarifanpassung unumgänglich.“ Die Verkehrs- und Infrastrukturbetreiber haben in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen tätigen müssen, die man nun am Markt refinanzieren muss, heißt es in einer Pressemeldung zum Thema. Zudem hat man im NVR-Gebiet aufgrund der stark steigenden Fahrgastzahlen zuletzt auch zusätzliche Leistungen bestellen müssen. Im SPNV fließen die Markteinnahmen durch die Nettoverträge allerdings an den Betreiber ab, sodass die Gelder hier nicht zur Verfügung stehen, um das Angebot auf der Schiene auszubauen und zu verbessern.

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