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U5: BVG AöR gibt Lückenschluss bekannt

20.10.15 (Berlin) Autor:Stefan Hennigfeld

Im April 2015 hatte die Tunnelvortriebsmaschine (TVM) Bärlinde ihre zweite Reise durch den Berliner Untergrund angetreten. Nun, ein halbes Jahr später, hat das Gerät ihre Pflicht getan und die zweite Tunnelröhre für den Lückenschluss der U5 vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor hergestellt. Insgesamt hat Bärlinde 1.620 Tunnelmeter zurückgelegt und dabei 1076 Tübbingringe verbaut.

Letzte Woche gaben die Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG AöR, Sigrid Nikutta, die Geschäftsführer der Projektrealisierungs GmbH U5, Ute Bonde und Jörg Seegers, gemeinsam mit Stefan Roth, Geschäftsführer Implenia Construction GmbH Deutschland und Österreich, den Projektleitern U5 seitens Implenia, Peter Hoppe und Michael Greiner, das erfolgreiche Ende des Tunnelvortriebs bekannt. „Wir bedanken uns herzlich bei der Tunnelmannschaft, die Bärlinde so sicher unter der dicht besiedelten Berliner Mitte gesteuert und die beiden Röhren für den Lückenschluss der U5 errichtet haben“, betont Sigried Nikutta.

Der Geschäftsführer Technik der Projektrealisierungs GmbH U5, Jörg Seegers, ist sehr zufrieden: „Wir sind stolz, dass der Vortrieb der zweiten Röhre so schnell und sicher verlaufen ist. Wie schon bei der ersten Röhre konnten auf dem Abschnitt Unter den Linden wieder hohe Vortriebsleistungen, mit Spitzenwerten von über 20 Metern pro Tag erzielt werden.“ Ebenfalls erfreut zeigt sich Implenia, die als ausführendes Bauunternehmen nebst dem Tunnelvortrieb auch für den Rohbau der U-Bahnhöfe Museumsinsel und Unter den Linden verantwortlich zeichnet. Stefan Roth betont: „Die hervorragende Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und allen beteiligten Partnern war für den erfolgreichen Abschluss dieser Bauetappe entscheidend.“

Das Schneidrad der TVM hat bis in die frühere Baugrubenwand für die Station Brandenburger Tor gebohrt und damit die Endposition erreicht. Nun erfolgen noch Abdichtungsarbeiten, bevor die TVM im Tunnel auseinander gebaut und durch die fertige Röhre zurück in den Startschacht am Marx-Engels-Forum transportiert wird. Der Schildmantel der TVM verbleibt im Baugrund, das Schneidrad wird zum Schluss herausgeschweißt. Der Durchbruch der zweiten Röhre zur Station Brandenburger Tor erfolgt später händisch mittels Stemm- und Sägearbeiten, wenn eine Ortbetoninnenschale im verbleibenden Schildmantel die beiden Bauwerke wasserdicht miteinander verbindet.

Auf der Baustelleneinrichtung am Marx-Engels-Forum ist das Ende der Tunnelvortriebsarbeiten durch die Rückbauarbeiten an der Deponiefläche, der Separation und der Mörtelmischanlage erkennbar. Der Bau der fehlenden Strecke vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor begann im Jahr 2011 und soll bis 2019 abgeschlossen sein. Die Linie U55 wird dann in die verlängerte U5 eingebunden und diese bis zum Hauptbahnhof fahren. Aktuell pendelt sie als „Kanzler-U-Bahn“ auf dem 1.800 Meter kurzen Stück vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor.

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