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Eurotunnel erhöht Sicherheit

11.08.15 (Europa, Großbritannien) Autor:Max Yang

Das Infrastrukturunternehmen Eurotunnel hat im Juli 2015 mit seinen Shuttle-Diensten rund 243.000 Kraftfahrzeuge zwischen Folkestone in Großbritannien und Coquelles in Frankreich transportiert. Beste Chancen für eine Rekordsaison. Gleichzeitig hat das Unternehmen in den letzten Wochen gemeinsam mit den Polizeibehörden verschiedene Anstrengungen unternommen, um das französische Terminal insbesondere im Bereich der Abfahrtsbahnsteige besser zu sichern. Derzeit kampieren nach Berichten der Tagespresse rund 4000 Einwanderer in Calais und Umgebung, welche auf eine Möglichkeit zum Grenzübertritt nach Großbritannien warten.

Erst kürzlich wurde ein sudanesischer Migrant, der die Bahnanlagen zu Fuß durchquert hat, am britischen Ende des Eurotunnels gefasst. Trotz rund 400 Überwachungskameras und vier Sicherheitszäunen ist es nach Polizeischätzungen rund 70% der Migranten gelungen, nach Großbritannien einzureisen. Aufgrund der englischen Sprache, des großzügigeren Sozialsystems und einer vergleichsweise lax gehandhabten amtlichen Meldepflicht bleibt Großbritannien ein begehrtes Ziel. Eurotunnel bedauert die Einschränkungen, die sich für Kunden daraus ergeben, dass sie gesetzliche Verpflichtungen zur Sicherung der Staatsgrenzen miterfüllen müssen. Britische Politiker prüfen mittlerweile, ob der Kanaltunnel nachts vollständig für den Passagier- und Frachtverkehr geschlossen werden sollte.

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