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RRX: Verzögerungsrisiken sind gering

02.04.15 (Hessen, NVR, NWL, Rheinland-Pfalz, VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Vergabe der RRX-Betriebsleistungen hat sich offiziell ohne Zeithorizont verschoben, wobei internen Quellen zufolge die Rede von zwei Monaten ist. Demnach fällt Ende Mai, spätestens Anfang Juni eine Entscheidung, bis dahin soll ein Gutachten darüber befinden, ob sich der Dumpingverdacht gegen das Angebot von National Express bestätigt. Das Unternehmen hat bei allen drei Losen den niedrigsten Preis geboten. Wenn die Aufgabenträger die Absicht kundtun, einen Zuschlag zu erteilen, gibt es erneut eine zehntägige Einspruchsfrist in der unterlegene Bieter die Möglichkeit haben, die Entscheidung anzufechten. Das gilt auch für National Express, wenn das Angebot wegen eines sich möglicherweise erhärteten Dumpingverdachtes disqualifiziert wird.

Doch was droht bei einer längeren Auseinandersetzung? Die Angebote haben eine Bindefrist bis Ende August, danach können die Bieter diese verlängern, müssen das aber nicht. Entscheidend ist jedoch, dass die Züge von Siemens geliefert werden und es zu keinerlei Verzögerungen bei der Bestellung kommt. Diese wurde bereits ausgelöst und die Fahrzeuge werden zur Verfügung stehen, egal welchem Betreiber. Da es von dieser Seite für die Bieter keine Risiken gibt, haben diese auch keine Nachteile, wenn sie die Bindefrist verlängern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass es selbst bei einer langen juristischen Auseinandersetzung zu keinen erheblichen Schwierigkeiten kommen sollte.

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