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PL: Bahn-Sicherheit auf hohem Niveau

05.03.15 (Polen) Autor:Max Yang

Das Sicherheitsniveau der polnischen Eisenbahnen ist auf einem historisch hohen Niveau. Seit 2011 hat sich die Zahl der Unfälle um ein Viertel verringert, und 2014 war das beste Jahr seit Beginn der Unfallstatistiken. Dies führt die PKP-Gruppe auf ein Programm zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus zurück, welches seit Mitte 2012 durchgeführt wird. Insgesamt 203 Einzelvorhaben, darunter Schulungen, der Erwerb moderner Mess- und Kommunikationstechnik, sowie die Modernisierung von Fahrwegen, Kreuzungen und Bahnübergängen, werden nach eigenen Angaben unter Einhaltung des Zeitplans umgesetzt.

PKP Intercity führt seit einiger Zeit tägliche Alkoholtests bei Mitarbeitern durch und hat im Jahr 2014 Frontkameras an allen Lokomotiven installiert. Insgesamt wurden in den letzten vier Jahren 25 Milliarden polnische Złoty (ca. 6 Milliarden Euro) durch die PKP-Gruppe in die Unfallprävention investiert. Mehr als 70 Prozent der Vorfälle sind auf Fußgänger, die Bahnanlagen verbotenerweise betreten, sowie Autofahrer, die die Bestimmungen an Bahnübergängen ignorieren, zurückzuführen. Seit 2005 läuft hierzu eine Öffentlichkeitskampagne unter dem Titel „Stoppe und lebe!“. 201 Vorfälle wurden im Jahr 2014 an Bahnübergängen registriert – ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber 2013. Von 2013 bis 2015 werden 1400 Bahnübergänge modernisiert und 3000 weitere durch das Eisenbahninfrastrukturunternehmen PKP PLK ersetzt.

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