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DB Regio NRW mit mehr Fahrgästen

03.03.15 (Nordrhein-Westfalen, NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

DB Regio NRW meldet für das Jahr 2014 einen Fahrgastzuwachs. Es wurden 331 Millionen Fahrgastfahrten absolviert, rund fünf Millionen mehr als 2013 – über den Modal Split gibt es jedoch keine Angaben, sodass die Zahlen vor dem Hintergrund des insgesamt steigenden Verkehrsaufkommens nichts über die Stellung der Eisenbahn im Wettbewerb der Verkehrsträger aussagen können. Trotzdem ist Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei DB Regio NRW, zufrieden: „Der Fahrgastzuwachs zeigt, dass die Schiene eine immer größere Rolle im Bahn-Land Nummer Eins spielt. Mit den anderen Playern der Branche arbeiten wir Hand in Hand, um die Zukunft des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen gemeinsam zu gestalten.“

Inwieweit DB Regio NRW sich tatsächlich daran beteiligt, wird noch im März entschieden, wenn die Abgabefrist für die RRX-Vorlaufleistungen endet. Aktuell erwägt DB Regio hier noch immer einen Marktaustritt aus diesem Teil des SPNV, eine Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen. Den größten Zuwachs verzeichnete die S-Bahn Köln. Auf den Linien S 11, S 12 und S 13 waren rund fünf Prozent mehr Fahrgäste unterwegs als im Vorjahr, insgesamt gab es dort mehr als 54 Millionen Fahrgastfahrten. In einer solchen Metropolregion ist die Schiene traditionell sehr stark und hat eine hohe Bedeutung.

Wilhelm Schmidt-Freitag, Geschäftsführer des Aufgabenträgers Nahverkehr Rheinland: „An einem so zentralen Verkehrsknoten wie Köln, ist es besonders wichtig, die Attraktivität des Nahverkehrs ständig weiter zu verbessern. Zusammen mit DB Regio NRW und anderen Mobilitätsdienstleistern bieten wir hierzulande echte Alternativen zum Auto an. Um dem Zuwachs auch in der Zukunft gerecht zu werden, brauchen wir allerdings dringend den Ausbau des Kölner Eisenbahnknotens.“ In und um Köln wird in den kommenden Jahren mit erheblichen Verkehrssteigerungen gerechnet, denen die Schiene gerecht werden muss. Im Gegensatz zum Ruhrgebiet boomt das Rheinland, sodass die vorhandenen Positiveffekte die sinkenden Zahlen aus dem Ruhrgebiet überkompensieren.

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