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UK: Modernisierung von FN-Widerspruch?

09.02.15 (Großbritannien) Autor:Max Yang

Das britische Department for Transport (DfT) startete kürzlich eine öffentliche Konsultation zum Thema Widerspruchsverfahren gegen Fahrpreisnacherhebungen. Einsendungen werden bis 27. April 2015, 10 Uhr (Ortszeit) angenommen. Ausdrücklich nicht Gegenstand der Befragung ist die Höhe erhöhter Beförderungsentgelte. Das aktuelle Konzept der Erhebung erhöhter Beförderungsentgelte in Großbritannien stammt aus dem Jahr 1994 und wird als größtenteils erfolgreich bewertet, wenn auch das DfT in dieser Konsultation die potentielle Einführung neuer fahrgastfreundlicherer Elemente bewerten lässt.

Hierzu gehören etwa eine Unterbrechung der Zahlungsfrist während eines laufenden Widerspruchs („Stop the clock provision“), eine finanzielle und personelle Unabhängigkeit der Widerspruchsstellen von Verkehrsunternehmen, die Einführung einer dritten nichtgerichtlichen Widerspruchsinstanz, eine stärkere Überwachung der Praxis durch das DfT, und die Entfernung der Androhung strafrechtlicher Verfolgung in Briefen der Fahrpreisnacherhebungsstellen. So sieht das DfT das Eigentum von Verkehrsunternehmen an Widerspruchsstellen als „unangemessen“ und modernen Transparenzstandards sowie Fahrgastinteressen nicht entsprechend. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Informationen zu den folgenden Schritten werden etwa drei Monate nach Einsendeschluss im Internet durch das DfT veröffentlicht.

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