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RVK: Zufrieden mit Brennstoffzellenbussen

16.12.14 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Regionalverkehr Köln GmbH zeigt sich zufrieden mit dem Einsatz der Brennstoffzellen-Hybridbusse. Durch die Umwandlung des Wasserstoffs in elektrische Energie stoßen die Busse weder Kohlendioxide noch Rußpartikel oder Stickoxide aus. Der Tank des A330 FC fasst 40 Kilogramm Wasserstoff. Damit ist ein solcher Bus in der Lage, mit einer Tankfüllung über 350 Kilometer zu fahren. Der Verbrauch liegt bei durchschnittlich ca. 9,2 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer. Energieäquivalent entspricht dies in etwa 30,36 Litern Dieselkraftstoff. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Standardbus benötigt für dieselbe Wegstrecke durchschnittlich etwa 43 Liter Diesel. Was der Brennstoffzellenhybridbus auf gleicher Strecke somit vermeidet, das ist der Ausstoß von 113 Kilogramm Kohlendioxid.

Der Einsatz dieser Fahrzeuge in den Stadtverkehren Hürth und Brühl wirkt sich also überaus positiv auf die Luftqualität der ballungsnahen Standorte aus. Und nicht nur dort könnten die Busse für eine bessere Umgebungsluft sorgen. Die Busse haben auf einer Länge von 13,2 Metern 100 Sitz- und Stehplätze. Sie sind sogenannte Vorserienfahrzeuge, die in dritter Generation durch den belgischen Hersteller Van Hool gefertigt wurden. Deutschlandweit sind die beiden Busse der RVK die ersten, die im Öffentlichen Personennahverkehr regulär eingesetzt werden. Weltweit gibt es über 40 Van Hool-Busse dieses Typs. Das Unternehmen sieht sich auch der Entwicklung eines umweltschonenden ÖPNV verpflichtet – allerdings sind Busse dieser Art ohne öffentliche Förderung unwirtschaftlich – und da auch konventionelle Dieselbusse immer geringere Kraftstoffmengen brauchen, ist fraglich, ob sich das auf absehbare Zeit ändern wird.

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