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VVO: Anschlusssituation in Sebnitz wird verbessert

12.11.14 (Fahrplanänderungen, Sachsen) Autor:Sven Steinke

Nationalparkbahn auf der Elbbrücke Bad Schandau_Foto NeumannMit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 wird die Anschlusssituation in Sebnitz verbessert. Mit der Reaktivierung der grenzüberschreitenden Strecke Sebnitz – Dolni Poustevna im Juli diesen Jahres, wurden die durchgehenden Nahverkehrszüge der Relation Bad Schandau – Naustadt (Sachsen) zugunsten durchgehender Verbindungen nach Tschechien in Sebnitz gebrochen. Ein guter Anschluss zwischen beiden Linien besteht seither nur Richtung Bad Schandau. In der Gegenrichtung wird der Anschluss um eine Minute verpasst, sodass Reisende den Bus nutzen oder zwei Stunden warten mussten.

Mit dem Fahrplanwechsel soll zwischen beiden Zügen jeweils eine Übergangszeit von drei Minuten bestehen. Möglich wird dies durch die Einrichtung von Bedarfshalten und einer Optimierung der Anschlüsse in Bad Schandau. Der Halt Mittelndorf, der bislang nur im Sommer bedient wurde, entfällt ganz. Die Verantwortlichen reagieren damit auf die Kritik der Fahrgäste, die ihnen in den vergangenen Monaten entgegen gebracht wurde. Um auch im Verspätungsfall die Anschlüsse halten zu können, werden derzeit Maßnahmen geprüft, um die Reisezeit auf der Nebenbahn mit 60 Km/h Höchstgeschwindigkeit zu verkürzen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) beteiligt sich dabei mit 80.000 Euro an den Planungskosten.

Für die Reaktivierung des knapp 1,3 Kilometer langen Streckenabschnittes zwischen dem deutschen und dem tschechischen Bahnnetz wurden bereits erste Erfolgsmeldungen verkündet. So nutzten in den ersten drei Betriebsmonaten rund 750 Fahrgäste pro Tag die Züge auf dem grenzüberschreitenden Abschnitt.

Bild: VVO, Lars Neumann

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