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Veolia Verkehr stellt InterConnex ein

16.10.14 (Fernverkehr) Autor:Stefan Hennigfeld

Wie die Veolia Verkehr GmbH bekannt gegeben hat, wird der Betrieb der eigenwirtschaftlichen InterConnex, eine SPFV-Leistung außerhalb des DB-Konzerns, mit dem Fahrplanwechsel im Dezember eingestellt. Grund ist eine Kombination aus zurückgehenden Fahrgastzahlen und steigenden Trassenpreisen. Nach zwölf Jahren wird damit Schluss sein. „Unter den aktuellen Bedingungen ist in Deutschland der Betrieb eines eigenwirtschaftlichen Fernverkehrsangebots auf der Schiene auf Dauer nicht mehr möglich“, erläutert Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Veolia Verkehr.

„Wir können mit den parallel verkehrenden Fernbuslinien, die keine Straßenmaut bezahlen müssen, und deren Preisen nicht konkurrieren, wenn zugleich die Gebühren für die Nutzung der Schieneninfrastruktur der Deutschen Bahn immer weiter steigen. Alleine die an die DB zu zahlenden Infrastrukturkosten für die Fahrt des InterConnex belaufen sich pro Strecke und pro Richtung auf insgesamt 1.700 Euro. Für den InterConnex gibt es – im Gegensatz zum öffentlich geförderten Schienennahverkehr – als eigenwirtschaftliche Fernverkehrsleistung keine finanzielle Unterstützung.“ Schreyer äußerte sein Bedauern über die Entscheidung und das Ende des InterConnex, verwies jedoch auch darauf, dass ein dauerhaftes Zuschussgeschäft nicht darstellbar sei. Offensichtlich sah man keine Chance, mit dem InterConnex zurück in die Gewinnzone zu fahren.

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