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Weißenhorner wird gut angenommen

11.08.14 (Baden-Württemberg, Bayern) Autor:Sven Steinke

Wie der Landkreis Neu-Ulm in einer Pressemitteilung mitteilt, wurde der Streckenabschnitt zwischen Senden und Weißenhorn im ersten Betriebshalbjahr schon von mehr als 2.000 Fahrgästen pro Tag benutzt. Somit wurden die Prognosen von 1.825 Fahrgästen pro Tag im ersten Betriebsjahr bereits übertroffen. Das Nahverkehrsangebot von Ulm in das Zentrum der 13.000 Einwohnerstadt Weißenhorn ist erst im Dezember letzten Jahres wiederbelebt worden. Nach 47 Jahren ohne SPNV wird nun ein stündliches Zugangebot mit 25 Minuten Fahrzeit zwischen beiden Städten angeboten.

Aufgrund des Erfolges soll das Nahverkehrsangebot in der Region weiter ausgebaut werden. So verhandeln die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) derzeit mit der DB Tochter ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB), damit die stark frequentierten Fahrten in der Hauptverkehrszeit zukünftig in Dreifachtraktion verkehren können. Der Landkreis Neu-Ulm als Besteller des straßengebundenen ÖPNV möchte das Rufbussystem „Pfiffibus“ weiter ausbauen.

Streckenbetreiber des zehn Kilometer langen Abschnittes sind die Stadtwerke Ulm (SWU), die 2009 die Strecke nach einer Ausschreibung zur Stilllegung von der DB Netz übernommen haben. Nach einem Gutachten ist die Strecke mit vier Stationen für insgesamt zehn Millionen Euro modernisiert worden. Das neugeschaffene Nahverkehrsangebot zwischen Weißenhorn und Ulm stellt die erste Ausbaustufe der Regio-S-Bahn Donau-Iller dar. Dieses Konzept sieht vor, dass das Nahverkehrsangebot von Ulm in die umliegenden Regionen deutlich verbessert wird. Für den „Weißenhorner“ ist darin langfristig ein Halbstundentakt angedacht.

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