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Mofair: Schwere Kritik an DB Energie

12.11.12 (Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Wettbewerberverband Mofair übt schwere Kritik am jüngst veröffentlichen Preisblatt für die Bahnstromversorgung durch DB Energie. Die vielfach kritisierten Rabattregelungen sind dort auch weiterhin enthalten. Ursprünglich wurde am 26. März angekündigt, darauf ab 1. Januar 2013 zu verzichten. Das hat sich als falsch erwiesen. Es wird auch weiterhin Mengenrabatte geben. Diese sind so ausgestaltet, dass die Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn AG stets die höchste Rabattstufe erhalten. Diese können Wettbewerbsbahnen jedoch selbst dann nicht erreichen, wenn alle nicht zum DB-Konzern gehörenden Unternehmen als Einkaufsgenossenschaft auftreten würden.

Auch darin sieht man einen Wettbewerbsvorteil für die Eisenbahnverkehrsunternehmen der Deutschen Bahn. Diese verwendet überportional häufig veraltetes Rollmaterial aus den Beständen der Deutschen Bundesbahn oder der Deutschen Reichsbahn der DDR. Diese Züge können überhaupt keine Energie in die Oberleitung zurückspeisen. Der Deutschen Bahn wurden die Bestände der alten Behördenbahnen jedoch bei ihrer Gründung geschenkt – während die Finanzierung über das Bundeseisenbahnvermögen weitergelaufen ist. Durch die geringe Rückspeisevergütung, so Mofair, werden nun zusätzliche Anreize gesetzt, alte und energieintensive Fahrzeuge länger zu nutzen. Man verweist auf die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Dort wird den Eisenbahnverkehrsunternehmen nur der Nettoverbrauch berechnet – davon ist DB Energie weit entfernt.

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