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VBB schafft Nachlösen von Fahrscheinen im Zug zum Bordpreis ab

29.10.12 (Berlin, Brandenburg, Verkehrspolitik) Autor:Niklas Luerßen

Offiziell galt bisher schon, dass man im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) Fahrausweise vor dem Antritt der Fahrt lösen muss. Allerdings konnte man in den Regionalverkehrszügen – sofern dort nicht bereits ein regulärer Verkauf z.B. durch Automaten im Zug angeboten wurde – diesen beim Zugbegleiter gegen einen Aufpreis (den sogenannten Bordpreis) nachträglich erwerben. Dies fällt nun zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember weg. Der deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) kritisierte die Art der Kommunikation hierzu.

Ab diesem Datum gilt die Regelung wie folgt: “ Jeder Fahrgast muss bei Fahrtantritt im Besitz einer gültigen Fahrkarte sein. Ein Nachlösen im Zug beim Kundenbetreuer ist nur in Ausnahmefällen möglich – wenn keine Automaten vorhanden bzw. außer Betrieb sind oder es keine personalbediente Verkaufsstelle gibt. In diesen Fällen muss sich der Fahrgast unmittelbar nach dem Einsteigen beim Zugbegleiter melden und einen Fahrschein erwerben. Wer kontrolliert wird und ohne gültigen Fahrausweis fährt, muss das erhöhte Beförderungsentgelt von mindestens 40 Euro bezahlen.“

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5 Responses


  1. Christian Schmidt
    30.10.12 um 17:12

    „Der deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) kritisierte die Art der Kommunikation hierzu.“

    Ach zum Thema selbst hat man nichts zu sagen, nur wie der VBB dies kommuniziert?

    Hoert sich stark nach einer Ersatzdiskussion an: Man stimmt im Prinzip zu, traut isch aber nicht das zu sagen und sucht sich als Feigenblatt irgendwas anderes was man kritisieren kann…

  2. Schauen sie sich einfach mal an, wer in Brandenburg regieriert und aus welcher Ecke der „Verband“ (Anzahl und Aufschlüsselung der Mitglieder konnte ich nicht aufzutreiben) kommt.

  3. „unmittelbar nach dem Einsteigen beim Zugbegleiter melden“
    Und wie mache ich das, wenn ich einen Kinderwagen, reichlich Gepäck, Fahrrad oder drei widerspenstige Gören dabei habe?

  4. Wenn ich nicht falsch liege, ist saemtliches Fahrzeugmaterial im Nahverkehr im VBB mit Sprechstellen zum Triebfahrzeugfuehrer ausgestattet. Im Zweifelsfall also diesem den Sachverhalt melden, er kann dies dann dem ZuB/KiN weitersagen. Besser aber schreiben Sie den VBB oder die betroffenen EVU (z.B. den Kundendialog der DB, auch via Facebook oder Twitter moeglich) an und stellen dort diese Frage.

    Nebenbei bemerkt, in der Regel tritt der von Dir angesprochene Fall nicht spontan ein – nach Moeglichkeit also einfach im Vorherein einen Fahrschein erstehen, spart allen Beteiligten Stress.

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