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EVG und DB AG: Cui Bono?

18.10.12 (Kommentar, VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Dass es heute eine EVG gibt, liegt im wesentlichen daran, dass der Name Transnet Norbert Hansen sei Dank auf alle Zeit verbrannt ist. Zu eng waren die Bande zwischen Hartmut Mehdorn und seinem Freund auf Gewerkschaftsseite. Norbert Hansen machte die Transnet zur Vorfeldorganisation der DB AG, nicht zufällig war sie die einzige Eisenbahnergewerkschaft der Welt, die die Privatisierung derselbigen nicht nur im Kauf genommen, sondern aktiv unterstützt hat.

Nachdem Herr Hansen erst die Transnet und dann die DB AG unehrenhaft verlassen hat, wurde die EVG gegründet. Ein neuer Name für eine neue Gewerkschaft oder alter Wein in neuen Schläuchen? Die EVG ist (anders als die GDL) weiterhin für den integrierten Konzern, sie lehnt (anderslautenden Beteuerungen zum Trotz) Wettbewerb auf der Schiene ab und vertritt regelmäßig DB-Positionen, wie aktuell im VRR.

Martin Husmann legt in dieser Ausgabe unseres Newsletters ausführlich dar, wieso sich die Gegenargumente der EVG in Luft auflösen. Denn dort werden verschiedene Sachen vermischt und zu einem großen, aber substanzlosen Anti-VRR-Brei verarbeitet. Dabei müssten die Gewerkschaften doch eigentlich dafür sein, wenn es Wartungsverträge über 30 Jahre gibt – deutlich länger als heute üblich. Wo man da wirklich Angst um seinen Arbeitsplatz haben muss, weiß niemand so genau. Es ist der EVG wohl auch lieber, wenn man da nicht näher nachfragt und bei großen Sprüchen braucht es keine langen Erklärungen.

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