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Elektrifizierung München-Lindau wird teurer

22.10.12 (Bayern, Schweiz) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Elektrifizierung der Allgäustrecke zwischen München und Lindau wird teurer. Insgesamt wird das Projekt voraussichtlich 298 Millionen Euro kosten, ursprünglich waren 210 Millionen Euro veranschlagt. Auch die Inbetriebnahme wird erst nach 2017 erfolgen können. Dies teilte die Deutsche Bahn AG dem Projektbeirat der Ausbaustrecke in der vergangenen Woche mit. Es handelt sich hierbei um einen Teil der internationalen Eisenbahnverbindung zwischen München und Zürich, die derzeit nur in Dieseltraktion befahren werden kann.

Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) zeigte sich trotz der Kostensteigerungen zufrieden. „Mit der nun fertig gestellten Vorentwurfsplanung ist beim Ausbau der Strecke ein Meilenstein erreicht. Die doch beträchtlichen Kostensteigerungen von über 40 Prozent und die zu befürchtenden weiteren Verzögerungen sind allerdings äußerst bedauerlich und ein starker Wermutstropfen. Insbesondere die Mehr-Investitionen in den Lärmschutz sind aber gerade im Interesse der Anwohner entlang der Strecke und damit unabdingbar.“

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2 Responses


  1. Christian Schmidt
    22.10.12 um 12:44

    Mehrinvestitionen in den Lärmschutz? Das verstehe ich nicht so ganz, schließlichist eine Elekifizierung ganz alleine (auch) eine Investition in den Lärmschutz – denn elektrische Züge sind leiser als Dieselzüge.


  2. Dr.Klaus Rüßmann
    24.10.12 um 11:09

    Es stimmt zwar, dass eine Diesellok lauter ist als eine Elektrolok,aber eine Verneunfachung der nächtlichen Güterzüge von derzeit einem ( 5 Uhr ) auf 9 die ganze Nacht durch auf einer einspurigen Strecke und eine mehr als Verdoppelung der Zugzahlen von derzeit 27 auf dann 63 , ist eine erhebliche Lärmsteigerung und somit ist der Lärmschutz, der bisher nicht angedacht war zwingend erforderlich.
    Dr.Klaus Rüßmann

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