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DB Bus: EVG warnt vor Lohnsenkungen

18.10.12 (Bayern) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wirft der Deutschen Bahn, im Busbereich Tochtergesellschaften auszugründen, um die Löhne zu senken. Man werde sich gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.Di) „mit allen Mitteln dagegen wehren, dass die Busbranche zu einer Niedriglohnbranche verkommt.“ Statt dessen strebt man in allen Bundesländern ein einheitliches Lohnniveau an.

EVG-Vorstand Reiner Bieck: „Es ist eine Sauerei, wenn Marktrisiken einseitig auf die Beschäftigten abgewählt werden. Wir erleben jetzt in Bayern zum zweiten Mal binnen kurzem, dass Beschäftigte in Billigtöchter abgedrängt werden sollen. Dieses Beispiel darf keine Schule machen.“ Man werde nicht zulassen, „dass Busfahrer mit ihrem Lohn ihre Familien nicht mehr ernähren können und das zum Leben notwendige Geld nur durch soziale Zuschüsse erreichen.“

Unabhängig davon wies die DB AG die Kritik der EVG zurück. Die Gehälter der OVF seien etwa zehn Prozent höher als bei bayerischen Busunternehmen üblich, so dass man bei Ausschreibungen nicht mehr marktfähig sei. Allein im laufenden Jahr wurden zwei Ausschreibungen mit einem Volumen von insgesamt über zwei Millionen Buskilometer verloren, so dass man 28 Arbeitsplätze abbauen musste.

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